Samsung Galaxy S6 edge – Mein Fazit nach 2 Monaten

Ich bin nun seit 2 Monaten stolzer Besitzer eines Samsung Galaxy S6 edges. Zeit, ein Fazit zu ziehen. Was ich alles super finde, was noch verbesserungswürdig ist und wie mein Displayriss repariert wurde, erfahren Sie in meinem Rückblick. 

[UPDATE] SEIT EIN PAAR TAGEN IST MIR EIN ZWEITER PRODUKTIONSFEHLER AUFGEFALLEN. MEHR DAZU AM ENDE DES ARTIKELS.

Ende letzten Jahres gehörte ich auch endlich dazu. Ich habe mein altes – aber noch funktionstüchtiges – Nexus 4 in Rente geschickt und bin auf Samsung umgestiegen. Lange hat es gedauert, bis ich mir ein passendes Gerät ausgesucht habe, was alle meine Erwartungen erfüllt. Letztendlich habe ich mich für das S6 edge entschieden.

Der erste Eindruck

Als ich das Smartphone das erste Mal aus der Verpackung nahm, staunte ich nicht schlecht. Wow, so ein dünnes und edles Gerät hatte ich noch nie in meinen Händen. Okay, die abgerundeten Ecken haben sich die ersten paar Tage doch sehr ungewöhnlich angefühlt. Aber auch das legte sich mit der Zeit. Insgesamt bin ich auch heute noch der Meinung, dass das Smartphone ein bisschen rutschiger in der Hand liegt, als das normale S6. Aber dafür sieht es auch extrem edel aus.
Dann habe ich das Smartphone zum ersten Mal angeschaltet und war schon beim Boot-Menü begeistert von der Schärfe des Super AMOLED-Displays. Es lief von Anfang an flüssig und hatte keine Hänger. Dann ging das Einrichten los.

Zubehör

Ich habe mir eine Hardcase von Spigen dazubestellt und ebenfalls eine Klapptasche aus Leder. Beides nutze ich nicht so oft, da ich das Design einfach sehr gelungen finde, aber das ist auch Geschmackssache. Dazu habe ich noch die originale QI-Ladestation mitbestellt. Ich finde, sie funktioniert sehr gut. Das einzige Manko ist, dass das Laden bei mir nur mit dem Original-Kabel funktioniert.

Einrichten des S6 edge

Als Erstes haben natürlich die Standard-Apps ihren Weg auf das neue Handy gefunden. Bei mir sind das neben den vorinstallierten Google Apps besonders Twitter, Instagram, Facebook, Snapchat und natürlich WhatsApp. Auf einen Launcher habe ich das erste Mal verzichtet, da ich TouchWiz, zu dem ich zugegebenermaßen ein Vorurteil hatte, testen wollte. Aber dazu später mehr. Die einzige Veränderung die ich vorgenommen habe, war eine alternative Tastatur. Ich habe SwiftKey gewählt, da ich schon seit Jahren sehr zufrieden damit bin und ich das Design und die Komfortabilität nicht mehr missen möchte. Aber auch das ein oder andere Spiel durfte nicht fehlen, schließlich wollte ich Grafik und CPU auf Herz und Nieren testen.

Die Hardware im täglichen Gebrauch

Ich habe bis jetzt noch kein Spiel gefunden, welches nicht flüssig auf dem S6 edges läuft. Alle haben zudem eine atemberaubende Grafik. Auch sonst gab es noch keine Ruckler oder ähnliches. Auch der Fingerprint-Sensor, der seit Beginn an im Einsatz ist, funktioniert sehr schnell und hat kaum Aussetzer.
Dem Akku habe ich am Anfang sehr kritisch gegenüber gestanden. Ich habe mich natürlich im Voraus informiert und das Feedback zum Akku fiel nicht immer positiv aus. Aber da ich von meinem in die Jahre gekommenen Nexus 4 eine SOT von etwas mehr als 1 Stunde gewöhnt war, komme ich mit den durchschnittlich 3h SOT beim S6 edge doch sehr gut durch den Tag. Mein Tag beginnt meistens um 7 Uhr und startet mit einer langen Social Media-Session von Facebook über Twitter bis hin zu Google+. Danach gehts aus dem Haus und ich komme um ca. 16 Uhr wieder, mit meist über 60% Akku auf dem Display. Am Abend hat das Gerät dann meist noch so 10-20%, ehe es wieder an das Kabel kommt. Angenehm aufgefallen ist die Fast Charging Funktion mit der das S6 edge in kürzester Zeit wieder viel Akku erhält.

Kamera

S6 edge
S6 edge

Ich glaube, über die Kamera muss man nicht viel sagen. Abgesehen von den neuen Geräten von 2016 und dem iPhone 6/6S gibt es keine bessere Kamera als die des Samsung-Flaggschiffes. Ich
habe direkt an Weihnachten die Kamera ausgiebig getestet und es macht brilliante Fotos. Sie sind sehr klar und auch bei schlechtem Licht kamen noch gute Bilder dabei heraus. Auch der gute Autofokus und die manuellen Einstellungen sind positiv aufgefallen, einzig das Fehlen des RAW-Formates war etwas schade. Und auch Features, wie Zeitlupe und Zeitraffer haben mir schon viele gute Videos beschert, beispielsweise vom Raketenhimmel in der Silvesternacht.

Rechts habe ich mal ein Beispielbild hochgeladen. Natürlich ist die Qualität nicht so gut wie im Originalen.

Displayriss

Bis jetzt habe ich zwar nur gut über das Smartphone berichtet, doch dann war es auch bei mir soweit. Ich habe im Voraus schon in diversen Foren gelesen, das wie von Geisterhand ein dünner Haarriss in das Display kommt. Ich muss zugeben, das ich das nicht geglaubt habe, da so etwas bei einem so teuren Gerät ja eigentlich nicht passieren dürfe. Doch an einem Sonntag Morgen war es dann auch bei mir soweit. Ich bin aufgestanden, habe meine Schreibtischlampe angemacht und habe zufällig einen dünnen Haarriss auf dem Bildschirm bemerkt. Dieser zog sich genau gerade durch den Bildschirm,angefangen oberhalb der Home-Taste bis ungefähr mittig des Bildschirms. Natürlich fand ich das sehr ärgerlich und habe im Internet geschaut, was andere Geschädigte gemacht haben. Viele haben geschrieben, dass Samsung das Gerät nicht reklamiert hat. Ich wollte das aber nicht wahrhaben und bin Dienstags dann zu meinem Händler gefahren, wo ich das Gerät gekauft habe. Nachdem ich mein Problem geschildert habe, sagte er, man könne nur versuchen es einzuschicken. Ich habe eingewilligt, da ich ja noch mein Nexus 4 zuhause hatte und ich auch nicht mit einem Gerät rumlaufen möchte, welches nach einem Monat bereites einen Riss hat. Also wurde es eingeschickt und nach einer Woche bekam ich bereits eine Antwort von Samsung, dass sie das Display kostenlos getauscht haben. Natürlich war ich sehr glücklich, konnte aber auch nicht verstehen, wieso Samsung das nicht bei allen Geräten gemacht hat. Und seit dem hab ich auch noch keinen Riss wieder bemerkt. Lediglich der Bildschirm „knarrzt“ etwas, wenn man größeren Druck ausübt.

Software

S6 edge
Mein Homescreen

Wie ich oben schon erwähnt habe, wollte ich zuerst TouchWiz testen, bevor ich einen alternativen Launcher installiere. Bis jetzt bin ich noch immer bei TouchWiz geblieben, da ich finde, dass

Samsung gute Arbeit geleistet hat und TouchWiz sehr gut verbessert hat. Außer ein alternatives Theme (TouchWiz 6.0 Dark) habe ich alles beim alten gelassen.
Von den Samsung Diensten nutze ich außer den Smart Manager und S Health nichts. Smart Manager finde ich recht praktisch und S Health ist ein nettes Gimmick, um seinen Puls etc. zu messen.

Edge-Screens

Die Edge-Screens hatten für mich zweierlei Bedeutung bei der Auswahl. Einerseits finde ich das Design sehr schick und auch schöner als beim normalen S6 und andererseits habe ich gedacht, dass die Zusatzfunktionen mir meinen Alltag erleichtern könnten. Von Designseite her bin ich auch heute noch froh, zum edge gegriffen zu haben, doch auf die Funktion hätte ich im Nachhinein auch verzichten können. Die VIP-Kontakte brauche ich aus dem Grund nicht, da ich nicht sonderlich oft telefoniere und die Recent-Apps brauche ich auch nicht wirklich. Die Nachtuhr habe ich nicht aktiviert und anstatt bei ausgeschaltetem Display zweimal über den Rand zu wischen kann ich auch genauso gut den Bildschirm anschalten. Aber das ist auch Geschmackssache.

Nächster Produktionsfehler

Seit ein paar Tagen wird meine Freude über das S6 edge wieder getrübt. Ich habe vor wenigen Tagen eine Art Welle unter dem Glas festgestellt. Es lässt sich sehr schlecht beschreiben. Es sieht aus, wie eine Welle zwischen Touchscreen und Glas. Bis jetzt ist der Fehler nur bei ausgeschaltetem Display sichtbar. Fühlt man jedoch mit dem Finger über den Bildschirm, merkt man deutlich einen Huckel an der Stelle. Nachdem ich bereits im Internet geschaut habe weiß ich nun, dass schon viele andere S6 edge-Besitzer dieses Problem haben/hatten.

Wie ich mit dem Fehler umgehe, ob ich zunächst noch warte oder das Smartphone einschicke, werde ich noch überlegen. Ich werde Sie hier auf dem Laufenden halten.

Fazit

So, dass war also mein Fazit nach zwei Monaten Nutzung. Bis auf den Displayriss, der zum Glück kostenlos repariert wurde, gibt es nichts zu Meckern. Abgesehen, von dem Update, das schon sehr lange auf sich warten lässt. Ich würde immer wieder zum S6 edge greifen und würde es auch Freunden und Bekannten weiterempfehlen.

Natürlich ist es nur meine persönliche Meinung, und andere Menschen können andere Ansichten haben.

Was ist Ihre Meinung ? Ich würde mich freuen, wenn Sie einen Kommentar hinterlassen würden. 

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