Nexus 4 – Ende nach 3 Jahren Nutzung

Fast 3 Jahre war das Nexus 4 mein ständiger Begleiter. Es erwies mir jeden Tag seinen Dienst und auf das Gerät war immer Verlass. Nun bin ich umgestiegen zum Samsung Galaxy S6 edge. In diesem Artikel möchte ich einmal zurückblicken und meine Meinung zum Google Nexus 4 niederschreiben. 

Ich weiß noch, als ich Ende März 2013 in den Elektronikladen gegangen bin und mir das Nexus 4 gekauft habe. Voller Anspannung habe ich bereits morgens dort angerufen, um sicher zu gehen, dass das Gerät auch vorrätig ist. Als der nette Mitarbeiter mir dann nachmittags das Gerät mit 16 GB Speicherplatz aus dem Schrank geholt hat, war die Freude groß. Stolz bin ich hinaus spaziert und konnte es gar nicht abwarten, dass Handy endlich in Betrieb nehmen zu dürfen. Damals spielte das Gerät in der Oberliga der Smartphones. Es hatte mit die beste Technik und kostete nur 349€. Heute undenkbar für ein Smartphone mit aktueller Top-Hardware.

StartEinrichten

Nachdem ich das Gerät ausgepackt und erstmal bestaunt habe, ging das Einrichten los. Ich war fasziniert von „Vanilla Android“. Alles lief super flüssig und es gab keine Ruckler. Und doch war es noch sehr ungewohnt, da ich von einem Samsung Phone mit TouchWiz gekommen bin. Auch an die Soft-Keys und an das Fehlen eines physischen Homebuttons musste ich mich zunächst gewöhnen. Aber das ging alles sehr schnell, und so hatte ich dann schon nach ein paar Tagen so gut wie alle Funktion des Nexus 4 raus.

Design

Das Design mochte ich damals sehr. Es war schlicht, aber doch irgendwie außergewöhnlich, da die meisten Smartphones auf der Vorderseite ein Hersteller-Logo hatten und auch einen physichen Homebutton besaßen. Alle Tasten waren super verarbeitet.

ZubehörDesignfolie

Mit der Zeit hat sich viel Zubehör angesammelt. Vieles davon ist schon im Müll gelandet, aber einiges habe ich auch heute noch. Ich hatte so ziemlich alle möglichen Formen von Taschen und Hüllen. Von Handytaschen und Flip Cases über Cover bis hin zu Lederhüllen war alles dabei. Außerdem hatte ich diverse Dockingstations und weiteres Zubehör. Auf der Rückseite habe ich eine Designfolie in Holzoptik angebracht.

Software im täglichen Gebrauch

Im täglichen Gebrauch überzeugte mich „Vanilla Android“ dann voll und ganz. Es war schlicht und hatte doch eine Vielzahl von Funktionen. Besonders gefreut hat mich die Updatepolitik. Dadurch, dass das Gerät direkt von Google kam, habe ich alle Updates als einer der ersten erhalten. Und ließ das OTA mal auf sich warten, konnte man sich einfach das Factory Image von der offiziellen Google-Seite laden. Gerade jetzt (ich besitze nun wieder ein Samsung) merkt man, wie verwöhnt man mit den schnellen Updates war.

Hardware im täglichen Gebrauch

Ich meine mich entsinnen zu können, dass der Prozessor damals einer der aktuellsten auf dem Markt war. Und auch die restliche Hardware war erstklassig. Gefreut hat mich unter Anderem das Vorhandensein von NFC, was zu der Zeit ja nicht selbstverständlich war. Auch der Bildschirm war seinerzeit sehr scharf. Aber einen Kritikpunkt gab es doch: Das Nexus 4 besitzt kein USB-OTG. Da ich das jedoch erst im Nachhinein bemerkt habe, war ich doch etwas traurig, da ich die Funktion öfters mal benutze.

Kamera

Die Kamera fand ich auch super. Die 360°-Aufnahmen habe ich sehr schätzen gelernt. Vergleicht man die Kamera allerdings mit den heutigen Top-Modellen merkt man, dass die Kamera eher für Schnappschüsse konzipiert war. Aber dafür war sie echt akzeptabel.

Akku

Am Anfang bin ich mit dem Akku sehr gut durch den Tag gekommen. An genaue SOT-Zeiten kann ich mich zwar nicht mehr erinnern, doch es hielt locker von morgen 7 Uhr bis abends 10 Uhr durch. Doch nach und nach hat der Akku immer mehr nachgelassen und war auch eines der Hauptkritikpunkte, weshalb ich mich Ende letzten Jahres nach einem neuen Gerät umgesehen habe.

Hardware und Design nach 3 JahrenFehler

Mittlerweile sieht man doch schon einige Gebrauchsspuren an meinem Gerät. An den Ecken sind kleine Dellen und auch der Bildschirm hat schon etwas gelitten. Aber alles in allem sieht man dem Gerät keine 3-jährige Nutzung an.
Anders sieht es bei der Hardware aus. Das Display spielt meiner Meinung nach nicht mehr in der Oberliga. Auch der Prozessor hat mit aktuellen Spielen doch sehr zu kämpfen. Aber natürlich verständlich, denn schließlich ist das Gerät bereits vor 4 Jahren auf den Markt gekommen.

Nexus 4 als Ersatzgerät

Zunächst hatte ich den Plan, das Gerät im Internet zu verkaufen. Nach ein wenig Recherche ist mir allerdings aufgefallen, dass ich für das Gerät nicht mal mehr 100€ verlangen kann. Und das war es mir dann doch nicht wert. Und so habe ich mich dazu entschieden, dass Gerät als Ersatzgerät zu behalten, für den Fall, dass mein Samsung Galaxy S6 edge mal eingeschickt werden muss. Und so war es dann auch. Ende Januar musste mein S6 edge eingeschickt werden und ich war froh, noch ein Ersatzgerät zu besitzen.

CMCyanogen Mod auf dem Nexus 4

In Sachen Custom-ROMS und Kernel bin ich noch sehr unerfahren. Um dies zu ändern habe ich dann vor ein paar Wochen beschlossen, dass Nexus 4 als Experimentier-Gerät zu nutzen. Ich habe einen Factory Reset gemacht, den Bootloader geöffnet und Cyanogen Mod installiert. Beim Rooten gab es zunächst Probleme, aber es ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Fazit

Mit dem Nexus 4 habe ich auf jeden Fall alles richtig gemacht. Damals hatte ich ein aktuelles Top-Gerät mit einem schicken Design, super Hardware und super Verarbeitung. Trotzdem war es ein Gerät, was fast keiner meiner Freunde hatte. Jetzt merkt man dann doch schon, dass das Gerät nicht mehr in der Oberklasse mitspielt. Aber als Ersatzgerät ist es immer noch gut zu gebrauchen und auch zum experimentieren kann man das Gerät noch gut nutzen.

 

Über weitere Meinungen und Berichte in den Kommentaren würde ich mich sehr freuen. 

 

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2 Kommentare zu “Nexus 4 – Ende nach 3 Jahren Nutzung

  1. Hallo Clemens,
    vielen Dank für deinen Kommentar!
    Ja, das Nexus 4 hat mir auch sehr gut gefallen, doch es durfte dann auch mal was neues her.
    Das mit dem „Dirty Unicorns“ ist ein guter Tipp, zumal ich mit dem N4 ja sowieso in Sachen „Custom ROMs/Flashen/Rooten“ ein wenig „herumexperimentiere“.
    Lange Zeit wollte ich mich auch nicht trennen, doch das S6 edge hat mir sehr gut gefallen und ich habe den Schritt bislang noch nicht bereut, zumal das N4 ja immer noch sehr gut als Zweithandy fungieren kann.
    Ein Verkauf kommt auch für mich nicht in Frage, da es sehr krass an Wert verloren hat und es meiner Meinung nach noch immer recht gut für ein 4 Jahre altes Gerät läuft.

  2. Netter Bericht. Das entspricht nahezu dem, was ich mit meinem N4 erleben durfte.
    Bis auf zwei – von mir verursachte Abstürze – konnte man dem Gerät keinen Mangel nachsagen. Es lief/läuft tadellos.

    Ich kann Dir allerdings nur empfehlen, auf dem Nexus 4 einmal „Dirty Unicorns“ als CustomROM auszuprobieren. Ich finde es um einiges besser als die Stock Android Version von Google und es läuft mindestens genauso schnell, wenn nicht gar schneller.

    Bisher konnte ich mich leider auch noch nicht von dem Nexus 4 trennen, da kein vergleichbarer Ersatz auf dem Markt existiert (oder zumindest von mir noch nicht gefunden wurde).

    Verkaufen werde ich das Gerät wohl auch nie; zumal ich in den letzten 3 Jahren darauf aufgepasst habe, wie auf meinen Augapfel und quasi überhaupt keine Gebrauchsspuren existieren.