SurfTab

TrekStor SurfTab duo W1 im Langzeittest

Wie sich das SurfTab duo W1 von TrekStor im Langzeittest schlägt, erfahren Sie hier. 

3 Wochen lang habe ich das 2-in-1-Netbook nun (fast) täglich verwendet. Nachdem ich am Anfang bereits einen Artikel zu meinem ersten Eindruck geschrieben habe, schildere ich hier meine Erfahrungen nach einigen Wochen.

ÜberblickAussehen & Verarbeitung

Was diesen Punkt angeht hat sich mein erster Eindruck bestätigt. Ich bin der Meinung, dass das Gerät für seinen Preis sehr gut verarbeitet ist. Einzig die Tastatur knarzt bei festerem Drücken ein wenig. Besonders gut finde ich die gummierte Rückseite der Tastatur, da das Gerät so wenig rutscht und auch in der Hand sehr gut getragen werden kann. Etwas blöd ist die Tatsache, dass man Fingerabdrücke direkt auf dem Gerät sieht. Somit wirkt es immer leicht verschmiert. Die Magnete, die das Tablet an der Tastatur befestigen, halten sehr gut nur leider wackelt das Tablet etwas. Alle Tasten, die sich am Tablet befinden (Power-Button & Lautstärkewippe) sitzen fest und haben einen guten Druckpunkt. Allerdings ist es meiner Meinung nach immer ein bisschen schwierig, den Bildschirm bei angedockter Tastatur aufzuklappen. Ein wenig Platz zwischen Tablet und Tastatur hätte sicherlich Abhilfe geschafft. Auch vom Aussehen her wirkt das Gerät sehr edel. Es kommt nicht der  Anschein auf, dass es sich um ein 250€-Tablet/-Netbook handelt.

Bildschirm

Der Bildschirm ist eine große Stärke des Gerätes. Die Full HD-Auflösung gefällt mir sehr gut. Alle Inhalte sind gestochen scharf und auch Videos gucken macht, was den Bildschirm angeht, viel Spaß – wäre da nicht der Lautsprecher, aber dazu weiter unten mehr. Etwas schade finde ich, aber in der Preisklasse natürlich mehr als verständlich, die reflektierende Oberfläche des Bildschirms. Draußen arbeiten wird so gut wie unmöglich, da das Gerät so mehr als Spiegel fungiert, als dass man Inhalte erkennen kann. Aber wie gesagt, bei dem Preis sitzt ein mattes Display einfach nicht drin. Zudem hätte ich mir gewünscht, dass der Rahmen ein wenig kleiner ausgefallen wäre – entweder indem der Bildschirm größer wird oder das Gerät an sich kleiner. Aber das ist man von Windows-Tablet ja sowieso gewöhnt. Der Touchscreen reagiert zügig auf Eingaben und auch festeres Drücken ist nicht notwendig.

Anschlüsse

Anschlüsse sind mir bei Tablets und Netbooks immer sehr wichtig und davon gibt es hier mehr als genug. Auf der linken Seite befindet sich ein microSD-Schacht, ein microUSB 3.0-Anschluss, der sich mittels mitgeliefertem Adapter zu einem normalen USB-Port umfunktionieren lässt, ein microUSB 2.0-Anschluss zum Laden, ein microHDMI-Anschluss & ein 3,5 mm Klinkeneingang für Kopfhörer. Außerdem sind an der Tastatur noch zwei (jeweils rechts & links) vollwertige USB 2.0-Anchlüsse verbaut, um beispielsweise USB-Sticks oder eine Maus anzuschließen.
Um das Tablet an einen Monitor oder Fernseher anschließen zu können, habe ich mir einen microHDMI-zu-HDMI-Adapter bestellt. Er funktioniert einwandfrei und auch die Wiedergabe auf dem zweiten Bildschirm klappt problemlos.

Anschlüsse

Tastatur

Die Tastatur funktioniert ebenfalls ohne Fehler. Die Druckpunkte der einzelnen Tasten sind exzellent und auch das TouchPad funktioniert einwandfrei. Allerdings ist es nicht zu empfehlen, lange Texte auf einer Netbook-Tastatur zu schreiben, da sie dafür einfach zu klein ist. Ich persönlich finde außerdem, dass die Enter-Taste etwas klein geraten ist.

Tastatur

Speicher

Der Speicher ist, wie bei Tablets gewöhnt, recht klein geraten. Der freie Speicher beträgt 15 GB, der Rest von den 32 GB geht für das Betriebssystem drauf. Aufgrund der Möglichkeit, diesen über eine microSD-Karte zu erweitern, ist das jedoch kein Kritikpunkt. Ich habe mir gleich eine 128 GB Karte bestellt. Nachdem ich sie in das Gerät eingelegt habe, wurde sie zunächst nicht erkannt. Nach kurzem Googlen habe ich herausgefunden, dass das Problem des Öfteren vorkommt. Abhilfe schaffte eine BIOS-Aktualisierung, die ganz einfach über die Trekstor-Website heruntergeladen werden konnte (ACHTUNG: Link öffnet die Website für die Wi-Fi-Version des SurfTabs). Eine Anleitung zur Installation befindet sich ebenfalls auf der verlinkten Website. Das Update hat keine 10 Minuten gedauert und schon wurde die Speicherkarte erkannt. Ich habe die Karte als Standardspeicherort festgelegt, sodass der interne Speicher für das System freibleiben kann. Wie Sie den Standardspeicherort festlegen, erfahren Sie hier. Insgesamt habe ich auf dem Gerät noch nicht viele Anwendungen installiert. Meine Daten habe ich sowieso in der Cloud, sodass ich mit den 128 GB Speicher auf jeden Fall hinkommen werde. 

Windows 10

Windows 10 läuft auf dem SurfTab sehr flüssig. Das Gerät startet schnell und auch alle Anwendungen starten recht zügig. Bei einem 2-in-1-Gerät, wie es das SurfTab ist, kann Windows 10 seine Stärken ausspielen. So ist der Tablet-Modus und der Wechsel zwischen Desktop- und Tablet-Modus sehr praktisch und sinnvoll integriert. Ist die Tastatur angedockt, habe ich ein vollwertiges Windows 10 inklusive Desktop und nutze ich nur das Tablet wird in einen Kachel-Modus gewechselt, sodass die Bedienung einfacher und intuitiver funktioniert. Ob ein Wechsel stattfinden soll, kann natürlich frei gewählt werden.

Geschwindigkeit

Natürlich kann man für 250€ keinen Intel Core i7 erwarten, aber der Intel Atom der 5. Generation versorgt das Tablet mit genügend Power. Für den täglichen Gebrauch, also Surfen, Videos schauen & Office-Arbeiten reicht er allemal. Allerdings wird er bei komplexen Anwendungen, wie Bild- & Videobearbeitung schnell an seine Grenzen geraten. Ansonsten gibt es geringe Ladezeiten und auch der Start von Windows funktioniert, wie oben schon erwähnt, zügig und ohne Probleme.

Akku

Ich habe den Akku nie ganz sinken lassen, allerdings hält er meines Erachtens recht lange durch. Die angepriesenen 8 Stunden schafft er wohl nicht, aber 5-6 Stunden schafft das Gerät und das reicht für meine Verhältnisse locker.

Kamera

Die beiden Kameras mit je 2 MP sind natürlich nicht für großartig scharfe Bilder geeignet, aber für Skype reichen sie auf jeden Fall.

SeiteLautsprecher

Ganz ehrlich: Darauf hätte man besser verzichten können. Die als Stereo-fähig angepriesenen Lautsprecher sind eine Qual für alle Ohren. Für Skype könnte es wohlmöglich reichen, aber selbst da würde ich lieber auf Kopfhörer setzen.

Sonstiges

Zwei Kritkpunkte habe ich trotzdem noch: Auch wenn man das Tablet in den Standby-Modus versetzt, schaltet es sich kurze Zeit später komplett ab. Durch das schnelle Starten ist es zwar nicht so schlimm, aber wenn man offene Dokumente weiter bearbeiten möchte und diese auf einmal weg sind ist das doch sehr ärgerlich. Zudem kommt es öfters vor, dass sich Anwendungen von selbst minimieren – nicht tragisch, aber nervig.

Um das Gerät zu transportieren und zu schützen, habe ich mir eine Tasche von Amazon bestellt. Sowohl das Tablet als auch das Netbook (also mit Tastatur) passt bequem in die Tasche hinein.
Tasche von Amazon (kein Affiliate-Link)

Fazit

 

 

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1 Kommentar zu “TrekStor SurfTab duo W1 im Langzeittest

  1. Hallo,
    danke für den Kommentar!
    Da ich das Gerät noch nicht benutzt habe, während es geladen hat, kann ich dazu leider nichts sagen. Ich werde in Zukunft mal darauf achten.

  2. Das Akku-Management ist nicht zufriedenstellend. Während des Betriebes lädt der Akku nur unzureichend, gefühlt eigentlich garnicht. Um den Akku zu laden, ist es immer erforderlich, die Arbeit zu unterbrechen und im ausgeschaltetem Zustand zu laden, was dann mehrere Stunden dauert.