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App-Freitag #19 [ WhatsApp ]

In der 19. Ausgabe vom App-Freitag möchte ich WhatsApp, den meistgenutzten Messenger, vorstellen. 

Was ist WhatsApp?

Ich glaube, jeder sollte zumindest schon einmal von WhatsApp gehört haben. Auch wenn der beliebteste Messenger im Gegensatz zu seiner Konkurrenz vielleicht einige Nachteile hat, nutzt fast jeder WhatsApp.

Facts rund um die App

wa1Die App gibt es für Android, iOS, Windows Phone und sogar für ältere BlackBerry- und Nokia-Geräte, allerdings wird dort der Support zum Jahresende eingestellt. Daneben bietet WhatsApp auch eine App für Windows und Mac an, diese kann allerdings nur in Kombination mit der Smartphone-App genutzt werden. Der Messenger ist kostenlos erhältlich. Vor einigen Jahren musste noch eine jährliche Pauschale von 0,89€ gezahlt werden. Im Google Play Store wurde die App bereits über 1 Milliarde Mal heruntergeladen und hat eine durchschnittliche Bewertung von 4,4 Sternen (42.838.042 User). Aufgrund der großen Beliebheit ist die App auch in den Top-Charts vermerkt.

Warum nutze ich sie?

Wie anfangs erwähnt, hat WhatsApp einige Nachteile, auf die ich später näher eingehen werde. Der große Vorteil, den WhatsApp jedoch hat, ist, dass die App schon lange vor der Konkurrenz auf den Markt kam und der erste richtige SMS-Ersatz war. Somit haben sich alle neuen Smartphone-Besitzer den Messenger installiert. Mittlerweile gibt es zwar genügend bessere Alternativen, – und ich würde gerne auf Threema oder ähnliches umsteigen – allerdings herrscht ein gewisser „Gruppenzwang“, da der Großteil nicht umsteigen möchte und es bequemer ist, WhatsApp weiter zu nutzen. Natürlich könnte man auch in den sauren Apfel beissen und sich selber eine Alternative suchen, allerdings würde man so viele Sachen, die über WhatsApp geklärt werden, nicht mitbekommen.

Funktionen

wa3Neben dem Senden von Nachrichten können auch Anrufe getätigt werden. Sprachnachrichten, das Verschicken von Bildern und Videos sowie das Versenden von Dokumenten, Kontakten und Standorten zählen ebenfalls zum Funktionsumfang von WhatsApp. Nach der Installation müssen Sie sich zunächst mit Ihrer Telefonnummer verifizieren. Nach erfolgreicher Verifizierung befinden Sie sich auf dem Startbildschirm von WhatsApp. Dieser ist in drei Bereiche unterteilt, die über die Reiter oben oder durch Wischen nach links bzw. rechts geöffnet werden können.
Unter „Chats“ befinden sich alle offenen Chats, die über einen Klick darauf angeklickt werden können. Hier stehen dem Nutzer einige Möglichkeiten zum Verschicken von Bildern, Videos etc. zur Verfügung. Auch kann man über einen Tipp auf den Kontaktnamen nähere Infos, wie den Status und das Profilbild aufrufen.
Über „Anrufe“ erhalten Sie einen Einblick in Ihre Anrufliste über WhatsApp. alle über den Messenger getätigten Anrufe nutzen das Internet, sodass keine Mobilfunkkosten anfallen. Man sollte sich jedoch dessen bewusst sein, dass unterwegs mobiles Intenet verbraucht wird und dies möglicherweise Kosten mit sich trägt.
Der letzte Reiter „Kontakte“ listet alle Kontakte auf, die WhatsApp nutzen. Über einen Klick auf einen Kontakt kann ein Chat gestartet werden.
Die Einstellungen, die man über die drei Punkte oben rechts erreicht. Hier kann man beispielsweise einsehen, wie viel Nachrichten man insgesamt schon verschickt hat und anderes. Über die drei Punkte kann auch der Status geändert werden und das Profilbild gewechselt werden.

Datenschutz

Vor allem aus Datenschutzgründen steht WhatsApp oft in der Kritik. Grund dafür war unter anderem, dass WhatsApp die Nachrichten mitlesen könnte. Zwar wurde vor einigen Monaten eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung eingeführt, allerdings wird der Code auf den eigenen Servern generiert, sodass trotzdem noch auf die Nachrichten zugegriffen werden könnte. Des Weiteren sorgten die Datenschutzänderungen vor zwei Wochen vor große Aufruhr. Wie viele bestimmt wissen, wurde WhatsApp 2014 von Facebook aufgekauft und es sollte nur eine Frage der Zeit sein, bis Facebook sich darf aus einen großen Nutzen zieht. Mit der Zustimmung der neuen AGBs akzeptiert der Nutzer, dass die Telefonnummer und einige weitere „Account-Infos“ an Facebook übermittelt werden dürfen, sodass diese für personalisierte Werbung genutzt werden dürfen. Wie Sie die Änderung ablehnen können, sodass Facebook Ihre Telefonnummer nicht erhält, erfahren Sie hier (zum Beitrag).

Nachteile & Was ich mir von WhatsApp wünschen würde

wa2_neuWie ich oben schon erwähnt habe, hat WhatsApp durchaus einige Nachteile. Dazu zählt beispielsweise die fehlende Videotelefonie. Außerdem gibt es kein eigenständiges Programm für Windows und Mac sondern nur in Kombination mit der Smartphone-App. Darüber hinaus läuft WhatsApp mit der Telefonnummer nur auf einem Gerät. Eine Nutzung auf zwei Smartphones oder zusätzlich einem Tablet ist somit – alleine schon weil es keine App für Tablets gibt – nicht möglich. Messenger wie Threema, der Facebook Messenger, Hangouts, (bald) Google Allo, bietet dieses Feature.
Zudem ist die Auswahl der erlaubten Dateitypen, die verschickt werden dürfen, sehr gering. Ich würde es begrüßen, wenn man auch Word-Dokumente über WhatsApp verschicken könnte. Gimmicks, wie der GIF-Support, wären ebenfalls nicht schlecht.
Besonders eine Funktion, die bereits des öfteren durch das Netz geisterte, finde ich sehr praktisch: Öffentliche Gruppen, sodass man auch ohne die Telefonnummer Gruppen beitreten kann und die Mitglieder die eigene Telefonnummer nicht sehen können. Gerade für Unternehmenskommunikation oder größere Gemeinschaften/Organisationen könnte das ein großer Vorteil sein. Wenn wir schon beim Thema Gruppen sind: Eine Zustimmung zum Einladen in eine Gruppe fände ich sehr wünschenswert. Bislang wurde man immer direkt hinzugefügt. Zwar konnte man die Gruppe wieder verlassen, allerdings haben so schon alle Mitglieder die eigene Nummer.

Fazit

Was ist Ihre Meinung zu WhatsApp? Nutzen Sie die App oder haben Sie eine Alternative installiert? Über einen Kommentar würde ich mich sehr freuen!

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