Mi Band 2

Das Xiaomi Mi Band 2 im Langzeittest – 3 Wochen mit dem Fitnessarmband

In diesem Artikel gibt es einen ausführlichen Test zum Mi Band 2, dem Fitnessarmband von Xiaomi. 

Zunächst einmal vielen Dank an Gearbest.com für die Bereitstellung des Produkts. 

Seit drei Wochen ist das Xiaomi Mi Band 2 nun schon mein täglicher Begleiter. Zeit genug, um es ausführlich zu testen und alle Funktionen zu nutzen. Anfang des Monats gab es bereits einen Artikel zu einem ersten Eindruck, diesen findet man hier (zum Artikel).

Auf den Lieferumfang und das Design werde ich in diesem Artikel nicht noch einmal eingehen, das habe ich im vorherigen Artikel bereits ausführlich getan.

Verarbeitung

Auch nach drei Wochen wirkt das Band noch sehr hochwertig. Es sind keine Abnutzungsspuren zu erkennen. Lediglich der „Klicker“ zum Verschließen hat sich etwas gelockert. Alle Verschmutzungen auf dem Gummi können dank IP67-Zertifizierung ganz einfach unter Wasser abgewaschen werden. Auch auf der Haut verursacht das angenehm zu tragende Gummi keine Irritationen.

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Display

Beim Display bin ich etwas zwiegespalten. Das Monochrom-Display zeigt alle Infos scharf an, allerdings sind die Infos bei direkter Sonneneinstrahlung im Freien relativ schlecht zu lesen. Künstliches Licht in Räumen stört überhaupt nicht, aber bei Sonnenlicht wird es schwer, etwas zu erkennen. Da man jedoch die zweite Hand als „Schatten“ nutzen kann, ist das für mich kein Problem. Natürlich kommt es vor, dass kleine Kratzer auf der Steuereinheit zurückbleiben, das bleibt beim täglichen Gebrauch nicht aus. Allerdings kann ich diese nur ganz dicht unter einer hellen Lampe erkennen. Alternativ kann man sich auf Amazon eine Schutzfolie für das Display bestellen, allerdings finde ich diese nicht besonders schön.

Anzeigemöglichkeiten auf dem Display

Wie im letzten Artikel schon erwähnt, können folgende Informationen auf dem 0,42 Zoll großen Display angezeigt werden:

  • Uhrzeit
  • gelaufene Schritte/Schrittzähler
  • gelaufene Strecke in km
  • verbrauchte Kalorien
  • Puls messen
  • verbleibender Akku

Zwischen den verschiedenen Punkten kann man mit dem Button unterhalb des Displays wechseln. Während meines Testes gab es von Herstellerseite aus ein Firmware-Update, welches das Datum hinzugefügt hat. Da ich am Anfang das fehlende Datum etwas ärgerlich fand, konnte ich diese neue Funktion sehr begrüßen. Allerdings befindet sich das Datum immer auf einem Bildschirm mit der Uhrzeit. Möglicherweise bessert Xiaomi hier nach, sodass das Datum auch eigenständig angezeigt werden kann.

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Daneben können auch noch diverse Benachrichtigungen auf dem Display zu den verschiedenen Apps angezeigt werden. Natürlich muss dafür eine Bluetooth-Verbindung zum Smartphone bestehen. Mehr Infos dazu gibt es im Abschnitt „Mi Fit“-App.

Mi Fit-App

screenshot_20160925-174634Die Begleit-App heißt „Mi Fit“ und ist für Android und iOS verfügbar. Ob sie für iOS den gleichen Funktionsumfang wie für Android bietet, kann ich nicht sagen.
Zunächst muss die App mit dem Band verbunden werden und ein Konto erstellt werden. Nachdem diese Schritte durchgeführt worden sind, befinden Sie sich auf der Startseite. Wichtig für die generelle Verbindung mit der App ist eine aktive Bluetooth-Verbindung zwischen beiden Geräten.
Die App ist in drei Bereiche unterteilt:

  • Status
    Hier sehen Sie alle generellen Infos, sowie alle Schlafdaten, die das Band während des Schlafens aufzeichnen kann. Außerdem gibt es hier eine Übersicht über den Puls. In meinem Test musste ich allerdings feststellen, dass der Pulsmesser je nach Gegebenheit nicht sehr genau agiert. Grund dafür ist beispielsweise, dass das Band nicht immer gleich stark am Handgelenk befestigt ist.
  • Play
    Hier können unter anderem die Benachrichtigungen festgelegt werden. Klicken Sie dazu auf „App notifications“. Unter „Apps verwalten“ ganz unten können 5 beliebige Apps gewählt werden. Außerdem kann noch gewählt werden, ob man die Benachrichtigungen auch bei angeschaltetem Bildschirm erhalten möchte. Daneben kann hier geregelt werden, ob ein Wecker gestellt werden soll oder ob man bei neuen Anrufen benachrichtigt werden soll.
  • Profil
    Hier gibt es einige Infos über das eigene Profil. Über „Mi Band 2“ kann unter „Time Format“ außerdem festgelegt werden, ob das Datum angezeigt werden soll oder ob die Uhrzeit nur alleine dargestellt werden soll.

Hinweis: Um den Schlafrythmus aufzuzeichnen muss keine Bluetooth-Verbindung bestehen. Das Band speichert die Daten und überträgt sie bei der nächsten Verbindung auf die App.

Leider ist die App nicht vollständig übersetzt und etwas unübersichtlich.

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Tools & Mi Band

screenshot_20160925-174622Neben der offiziellen App habe ich noch die App „Tools & Mi Band“ ausprobiert. Diese kostet 1,99€ und ist nur für Android verfügbar. Mit dieser App kann man unter anderem über „Menü“-„Applikationen“ die Benachrichtigungen, inklusive Symbol und Vibrationsmuster, einstellen.
Die für mich wichtigere Funktion findet man aber über „Menü“-„Wecker“. Über das „+“ unten rechts kann man nun „Intelligenter Wecker “ auswählen. Hier weckt das Mi Band 2 nicht zu einer bestimmten Uhrzeit, sondern dann, wenn man sich gerade im Leichtschlaf befindet und es somit am effektivsten ist. Wenn man den Wecker beispielsweise auf 7:00 Uhr stellen möchte, kann man über „Früher Vogel“ eine Anzahl von Minuten angeben, ab der die App prüft, wann man sich im Leichtschlaf befindet. Wenn man also beispielsweise 30 Minuten eingibt und man sich dann um 6:40 im Leichtschlaf befindet, wird man dann geweckt. Ich persönlich habe es als sehr angenehm empfunden genau dann geweckt zu werden, wenn man sich gerade im Leichtschlaf befindet. Zunächst hatte ich Bedenken ob ich durch die Vibration wach werde, aber da man ja gerade nicht im Tiefschlaf ist, stellte das kein Problem da.

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Akku

5Der Akku hielt man mir erstaunlich lange. Trotz langer Bluetooth-Verbindung und häufiger Vibration musste die Steuereinheit erst nach 19 Tagen an die Steckdose. Natürlich verändert sich die Akkulaufzeit, je nachdem ob das Band oft mit der App verbunden ist und der Vibrationsmotor oft benötigt wird. Geladen wird das Band, indem man die kleine Steuereinheit aus dem Gummiband herausdrückt und in das mitgelieferte USB-Kabel halb hineinschiebt.

Wasserfest?

Das Band ist nach IP67 staub- und wassergeschützt. In meinem Test habe ich zwar nicht mit dem Band geduscht, aber der intensive Wasserkontakt beim Händwaschen etc. machte dem Mi Band 2 nichts aus.

Fazit Mi Band 2

Das Mi Band 2 gibt es derzeit für nur 29,99$ (Sale) bei gearbest.com. Hier ein Link zum Angebot:  Xiaomi Mi Band 2 (kein Affiliate-Link).

Freundlicherweise hat Gearbest angeboten, bei mehreren Interessenten einen Rabatt zu gewähren. Sollten Sie also Interesse an einem Mi Band 2 haben, würde ich mich über einen Kommentar freuen, sodass Sie möglicherweise sogar noch sparen können. 

Auch bei weiteren Fragen oder Anmerkungen können Sie gerne die Kommentar-Funktion nutzen. 

 

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4 Kommentare zu “Das Xiaomi Mi Band 2 im Langzeittest – 3 Wochen mit dem Fitnessarmband

  1. Allerdings muss ich auch sagen, dass der Pulsmesser bei mir gar nicht so wichtig ist. Ich finde Datum, Uhrzeit etc. viel wichtiger. Besonders praktisch finde ich die Benachrichtigungen und das Aufzeichnen vom Schlafrythmus.
    Grüße 😉

  2. Ah Ok, hab es glatt überlesen.
    Kann nur sagen, dass es bei mir sehr sehr ungenau war. Habe extra meinen Puls im Training auf über 100 Pulsschläge die Minute getrieben und er hat mir was um die 70 angezeigt. Hat mich alles nicht so überzeugt, billig hin oder her.
    Grüße
    Robert

  3. Hallo,

    danke für den Kommentar! Hier habe ich kurz die Pulsmessung angesprochen:

    „In meinem Test musste ich allerdings feststellen, dass der Pulsmesser je nach Gegebenheit nicht sehr genau agiert.“

    Insgesamt kann ich schlecht sagen, wie genau der Pulsmesser ist. Da man nicht täglich ein richtiges Gerät vom Arzt dabei hat, kann man diese Werte auch nicht vergleichen, allerdings fande ich es etwas seltsam das mir teilweise ein Puls von 50 angezeigt wird. Beim Sport schnellt er allerdings in die Höhe, von daher würde ich dort sagen, dass er recht genau funktioniert. Insgesamt hängt es bestimmt viel damit zusammen, wie fest/locker man den Tracker um den Arm trägt. Allerdings würde ich diesen Werte nicht für wichtige, z.B ärztliche Daten vertrauen.
    Falls du weitere Fragen hast, stehe ich dir gerne zur Verfügung 🙂

  4. Leider schreibst Du nichts über die Pulsmessung. Funktioniert diese gut? Ich hatte damit nicht so gute Erfahrungen – vermutlich ein Montagsmodell 😉