Google Allo

App-Freitag #22 [ Google Allo ]

Heute möchte ich den neuen Messenger Google Allo vorstellen. Er ist seit letzter Woche verfügbar. 

Was ist Google Allo?

a3Allo ist der brandneue Messenger von Google. Die App bietet neben der reinen Unterhaltung in Textform einige Features, wie Sprachmemos, das Verschicken von Stickern, Bildern, die man bearbeiten kann, vom Standort uvm. Die größte Besonderheit ist allerdings die Anbindung an den Google Assistant. Die künstliche Intelligenz von Google hilft dem Nutzer im Alltag und stellt hilfreiche und nützliche Funktionen bereit.

Facts rund um die App

Die App wurde zusammen mit dem Videodienst Duo auf der Google I/O im Mai vorgestellt. Nachdem Duo bereits vor einigen Wochen released wurde, kam Allo erst letzte Woche in den Store. Die App gibt es für Android und iOS. Sie ist kostenlos erhältlich. Im Play Store wurde Allo schon über 5 Millionen Mal heruntergeladen und hat eine durchschnittliche Bewertung von 4.2 Sternen, basierend auf 116.000 User.

Warum nutze ich sie?

Ich muss gestehen, dass ich die App für die Kommunikation mit Freunden (noch) nicht nutze. Der Grund dafür ist, dass die App noch nicht so verbreitet ist und in naher Zukunft wohl auch nicht an WhatsApp herankommen wird. An sich finde ich das Konzept aber sehr spannend und wollte Google Allo dennoch einmal testen. Gerade der Google Assistant klingt sehr vielversprechend, doch leider ist dieser noch nicht auf Deutsch verfügbar.

Funktionen

a2Für die Registrierung ist kein Google-Konto notwendig, es wird lediglich eine Handynummer vorausgesetzt. Danach befinden Sie sich auf dem Startbildschirm der App. Über das runde Symbol unten rechts können Sie einen neuen Chat starten. Hier kann zwischen einem Gruppenchat, einem Inkognito-Chat, auf den ich später noch näher eingehen werde, einem Chat mit dem Google Assistant oder einem normalen Chat gewählt werden. Um einen normalen Chat zu starten, müssen Sie einfach die jeweilige Person anklicken. Wenn diese Allo nicht besitzt, erscheint links der Button „Einladen“. Möglicherweise können Sie aber auch mit der Person schreiben, ohne dass sie Allo installiert haben muss. Alle Infos zu dieser Form der Kommunikation (App Preview Messaging) gibt es hier (zum Artikel).
Im Chat angekommen gibt es verschiedene Möglichkeiten. Über das Profil-Symbol oben rechts gibt es verschiedene Optionen, zum Beispiel die Möglichkeit, den Partner stummzuschalten oder Details anzusehen. Unten kann ganz normal eine Nachricht eingegeben werden. Solange noch kein Buchstabe geschrieben wurde, erscheint rechts ein Symbol, mit dem man Sprachnachrichten aufnehmen kann. Es funktioniert parallel zu WhatsApp. Daneben gibt es die Möglichkeit, Smileys hinzuzufügen und über das „+“-Symbol auf der linken Seite können Sie Bilder, Videos, den Standort oder Sticker versenden. Nachdem ein Bild aufgenommen wurde, kann man über das Stift-Symbol in das Bild hineinmalen und es so Snapchat-mäßig „aufpeppen“. Wenn Sie gerade einen Text eingeben, ändert sich das Sprachnachrichten-Symbol zu einem Senden-Symbol. Wenn Sie dieses gedrückt halten, können Sie durch Ziehen nach oben bzw. unten die Schriftgröße vom Text anpassen.
Die große Innovation erreichen Sie über ein @google. Damit sprechen Sie in einem Chat direkt den Google Assistant an und können ihn nach Sachen befragen. Mit „@google Movie nearby“ listet der Assistant Filme auf, die in der Nähe im Kino laufen. Wenn Sie einen Film auswählen gibt es weitere Infos. Daneben gibt es viele weitere Features, zum Beispiel die Restaurantsuche oder die Wetterabfrage. Allerdings ist der Assistant bislang nur auf Englisch. Ob und wenn ja wann eine deutsche Übersetzung folgt, steht nicht fest.
Wenn Sie Ihren Chat-Partner nicht weiter nerven möchten, können Sie auch einen Einzel-Chat mit dem Google Assistant starten. Hier fällt das „@google“ weg. Mit „What can you do?“ listet der Assistant alle Funktionen auf, die er beherrscht und über „I am bored“ gibt es einen Witz oder ein Minispiel wird in Google Allo gestartet. In naher Zukunft wird es noch einen Artikel mit allen Features des Google Assistants geben.
Von Haus aus sind die Nachrichten zwar geschützt, gelangen aber auf den Google-Server und sind nicht Ende-zu-Ende verschlüsselt. Über einen Incognito-Chat wird dieses Feature aktiviert. Hier werden alle Nachrichten erst auf dem Gerät des Empfängers entschlüsselt. Sie erkennen einen Incognito-Chat an dem dunklen Hintergrund. Über das Stoppuhr-Symbol oben rechts kann festgelegt werden, wie lange die Nachricht nach dem Aufruf auf dem Gerät des Empfängers sichtbar sein soll, bis diese sich selbst löscht. Somit sie nicht mehr verfügbar, allerdings kann der Nutzer zuvor einen Screenshot gemacht haben. Außerdem ist im Incognito-Chat der Google Assistant nicht verfügbar.

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Datenschutz

Es gibt diverse Stimmen, die über einen mangelnden Datenschutz klagen. Unter anderem hat Edward Snowden via Twitter von der Nutzung abgeraten. Grund seien die Nachrichten, die teilweise unverschlüsselt auf den Google-Servern liegen. Jeder, der strikt auf seine Privatsphäre achtet, sollte auf Google Allo verzichten. Alle anderen Nutzer, die auch bei WhatsApp, Facebook & Co. angemeldet sind, sollten auch mit Google Allo keine Probleme haben.

Fazit

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