Gear S3 Frontier

Samsung Gear S3 Frontier: Unboxing & mein erster Eindruck!

In diesem Beitrag möchte ich gerne auf meinen ersten Eindruck zur Samsung Gear S3 Frontier eingehen. 

Die Gear S3 Frontier schmückt nun schon seit bald zwei Wochen meinen Arm. Zeit, um einen ersten Eindruck niederzuschreiben und sich die Uhr einmal genauer anzusehen.

Technische Daten der Gear S3 Frontier

Kommen wir aber zunächst einmal zu den technischen Daten der Smartwatch.
Die Uhr besitzt ein rundes 1,3″ (3,29cm) großes sAMOLED Display mit einer Auflösung von 360 x 360 Pixeln. Geschützt wird das Display durch Gorilla Glas SR+, ein eigens für Smartwatches konzipiertes Glas. Ein Flat Tire, wie es beispielsweise die Moto 360 hat, gibt es hier nicht. Angetrieben wird die Watch von einem Samsung Exynos 7270 Dual-Core Prozessor mit 1 GHz, als Arbeitsspeicher stehen 768 MB zur Verfügung. Als interner Speicher sind 4 GB verbaut, wobei nur 2,5 GB effektiv nutzbar sind. Auf diesem Speicher kann der User beispielsweise Musik laden, die über den integrierten Lautsprecher abgespielt werden kann. Der Akku hat eine Kapazität von 380 mAh, der Hersteller verspricht eine Laufzeit von bis zu 4 Tagen. Auf den Akku werde ich in meinem Langzeittest näher eingehen, aber eines vorweg: Die angepriesene Akkulaufzeit konnte ich – bisher – nicht erreichen, aber nichtsdestotrotz ist der Akku um eines größer als bei der Konkurrenz und schafft eine ordentliche Laufzeit.
Für die Verbindung und Datenübertragung kommen WLAN b/g/n, NFC und Bluetooth 4.2 zum Einsatz. Ein GPS-Modul ist ebenfalls verbaut. Auf eine mobile Variante mit eSIM müssen wir in Europa leider verzichten.

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Lieferumfang

Die Gear S3 kommt in einer schlichten, runden Verpackung. Auf der Oberseite steht der jeweilige Modellname und an den Seiten gibt es einige nähere Informationen zu den technischen Details. Öffnet man den Karton sieht man direkt die Uhr, die in der Ladeschale steht. Meiner Meinung nach hat Samsung das sehr gut gelöst, sodass man die Watch direkt in seiner ganzen Pracht begutachten kann. Hebt man diesen „Altar“ an, erscheint der Rest der Verpackung: Ein weiteres Silikon-Armband in der Größe S, das Ladegerät (leider „in eins“), sowie die Kurzanleitung.

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Design & Verarbeitung

Standardmäßig ist das L-Armband am Gerät befestigt, aufgrund meiner doch recht dünnen Armgelenke habe ich es allerdings direkt gegen das „S“-Band getauscht. Naja, wollte ich zumindest, denn das war gar nicht so einfach. Nach gut 15 Minuten hat es dann irgendwann geklappt.
Vielleicht eine interessante Info: Das Armband ist 22mm breit, es kann also durch jedes beliebige Standard-Uhrenarmband ausgetauscht werden und man ist nicht auf die Armbänder seitens Samsung angewiesen.
Insgesamt ist die Uhr sehr gut verarbeit. Es macht einfach Spaß, sie in den Händen zu halten bzw. am Armgelenk zu tragen. Das Silikon-Armband wirkt keineswegs minderwertig und verursacht bei mir auch keine Hautirritationen oder ähnliches.
Das Edelstahlgehäuse fühlt sich hochwertig an und macht einen super Eindruck. Die Lünette, der drehbare „Kreis“ um das Display, ist ebenfalls ein echter Hingucker, wäre da nicht das unüberhörbare Klappern. Aber ich kann euch beruhigen: Das Klackern hört man weder bei Armbewegungen, noch beim Drehen. Einzig wenn man aktiv auf die Lünette tippt, macht es sich bemerkbar. Apropos Drehen, das klappt erstaunlich gut. Man hat gute Einrast-Punkte und durch die Zacken an der äußeren Seite lässt sie sich gut greifen.
Auch die Tasten auf der rechten Gehäuseseite machen einen hochwertigen Eindruck. Sie besitzen einen guten Druckpunkt und sind beschichtet, sodass man sie leicht erfühlen kann.
Mir machte auf Bildern zunächt die Größe etwas Angst. Zugegeben, die Uhr gehört mit Abmessungen von 46 x 49 x 12,9 mm nicht gerade zu den kleinen Uhren. Aber nach nun 2 Wochen merkt man kaum noch, dass man eine große Uhr am Arm hat und auch das Gewicht von 62g fühlt sich nicht „falsch“ an.
Insgesamt macht die Gear S3 also einen sehr wertigen Eindruck und kann auch als normale Standard-Uhr angesehen werden, was ich sehr begrüße.

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Einrichten

6Die Uhr kam mit ca. 3/4 voller Ladung. Somit war es nicht nötig, sie vor dem ersten Einrichten zu laden.
Direkt nach dem Start der Uhr, was über den unteren Knopf funktioniert, wird man aufgefordert, sie mit dem Smartphone, in meinem Falle ein Samsung Galaxy S6 edge, zu verbinden. Auf dem Smartphone ist lediglich die „Gear App“ notwendig, diese ist auf Samsung-Geräten bereits vorinstalliert. Glücklicherweise ist die Uhr auch mit anderen Android-Geräten kompatibel, hier sind nur einige weitere Apps von Nöten. Auch für iOS ist mittlerweile eine Beta erschienen.
Über Bluetooth ließ sich die Gear dann auch problemlos mit dem Smartphone verbinden. In der Gear App gibt es verschiedene Bereiche, beispielsweise sieht man direkt auf den ersten Blick den Akkustand der Uhr und den verfügbaren Speicher. Außerdem kann von hier auf den Store zugegriffen werden, aber dazu unten mehr.
Wechselt man den Reiter zu „Einstellungen“ hat man die Möglichkeit, die Ziffernblätter zu ändern, die Benachrichtigungseinstellungen vorzunehmen, Apps zu verwalten, Fotos und Bilder an die Gear zu senden und SOS-Nachrichten, sowie Schnellnachrichten zu definieren. Praktischerweise koppelt sich die Uhr auch direkt mit dem Kalender und S Health, sodass man auch diese Dinge direkt auf der Watch vorfindet.
Zudem habe ich mich mit meinen E-Mail-Konten verbunden, sodass ich diese auch auf meiner Uhr habe.
Als Watch Face kommt bei mir das klassische Chronograph-Design zum Einsatz, allerdings gibt es auch eine Reihe von weiteren Watch Faces, wie man rechts/unten sieht.

Bedienung

Das Zusammenspiel von Touch, Lünette und den zwei Knöpfen klappt erstaunlich gut. Ich war zunächst kritisch, ob ich die Lünette häufig nutzen werde, aber es ist einfach um Längen praktischer und schneller an dem Ring zu drehen, anstatt mühselig durch die Menüs zu wischen. Und auch mit Handschuhen bietet sich die Lünette an, allerdings ist es auch möglich, eine Berührungsempfindlichkeit einzustellen, sodass die Uhr auch mit Handschuhen bedient werden kann.
Sehr überrascht war ich zudem von dem Lautsprecher. Er wurde im Vorfeld ja nicht besonders gelobt, doch ich bin – auch bei Musik – vollends zufrieden. Ein tieferer Einstieg in den Lautsprecher folgt – ihr könnt es euch mittlerweile schon denken – im Langzeittest.

Software

Tizen OS funktioniert sehr sehr gut. Es läuft alles flüssig und Ruckler musste ich bisher noch nicht feststellen. Die Software war einer der Hauptgründe, die mich zum Kauf der Gear S3 Frontier und eben nicht einer anderen Watch bewogen haben. Bei Android Wear hört man des Öfteren von vielen Rucklern und Fehlern. Samsung hat mit Tizen OS den Vorteil, dass sie Hardware und Software ideal aufeinander abstimmen können.

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Apps

Kommen wir nun zum – meiner Meinung nach – einzigen Manko der Uhr. Dadurch, dass Samsung nicht wie andere Hersteller auf Android Wear gesetzt hat, – was ja an sich auch ganz gut ist, wie ich gerade dargelegt habe – gibt es nicht die große App-Auswahl, die wir bei Android Wear erhalten hätten. Samsung selbst spricht zwar von 10.000 Apps, allerdings sind eine große Anzahl davon Watch Faces.
Ich für meinen Teil komme mit dem App-Angebot allerdings gut aus, auch wenn ich mir vielleicht 2-3 Apps gewünscht hätte, die es so nicht gibt. Gut finde ich, dass zumindest Spotify mittlerweile eine eigene App anbietet. Darauf werde ich aber im späteren Test näher eingehen.

Akku, Fitnessfunktionen & Co.

Auf diese Punkte kann ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht eingehen. In meinem Langzeittest in zwei Wochen wird es nähere Details zu diesen Punkten geben.

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Fazit

Insgesamt bin ich also sehr zufrieden mit der Samsung Gear S3 Frontier und bereue den Kauf nicht. Klar ist die Uhr mit 399€ nicht gerade günstig, doch es stimmt einfach alles: Das edle Aussehen, die intuitive Bedienung und die flüssige Software. Die einzigen beiden Negativ-Punkte sind das Klackern der Lünette und die magere App-Auswahl. Zumindest bei Letzterem dürfte es aber in den kommenden Monaten Besserung geben.

 

Was hälst du von der Gear S3 Frontier? Schreib es mir gerne in die Kommentare! Auch bei Fragen könnt ihr gerne die Kommentarfunktion nutzen!

In ca. 2 Wochen wird es dann, wie versprochen, einen intensiven Langzeittest zur Samsung Gear S3 Frontier geben. 

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