Gear S3

Die Samsung Gear S3 Frontier im Langzeittest – so schlägt sich die Smartwatch

Nach einem Monat gibt es heute den Langzeittest der Samsung Gear S3 Frontier. 

4 Wochen habe ich die Gear S3 Frontier von Samsung nun schon im Gebrauch. Von vielen Seite wurde und wird sie als die aktuell beste Smartwatch angepriesen. Aber wird sie ihrem Ruf gerecht? Was sind mögliche Schwächen der Uhr? Und wie steht es um die Akkulaufzeit? All das erfahren Sie hier!

Um nähere Infos zu Lieferumfang etc. zu erhalten, lege ich Ihnen mein Unboxing & meinen ersten Eindruck (zum Beitrag) ans Herz. 

Design & Verarbeitung

05Auch nach 4 Wochen bin ich noch restlos begeistert vom Design der Uhr. Ich finde, sie sieht richtig schick aus und macht nicht den Eindruck einer Smartwatch. Es kam oft vor, dass mich Leute auf die Uhr angesprochen haben, diese aber nicht als „nicht-herkömmliche“ Uhr identifiziert und wahrgenommen haben. Umso größer war das Erstaunen als ich plötzlich anfing, meinen Kalender auf der Uhr zu checken oder eingehende Nachrichten zu beantworten.
Ich war allerdings skeptisch, ob die Watch nach einem Monat noch genauso aussieht wie zuvor, schließlich ist sie ja ein Gebrauchsgegenstand und anders als beim Smartphone in der Tasche kann man es ja nicht vermeiden, dass die Uhr auch mal mit anderen Gegenständen in Berührung kommt. Aber was soll ich sagen, sie sieht noch aus wie am ersten Tag. Nirgends lassen sich Kratzer oder ähnliches bemerken, weder am Armband und Uhrengehäuse, noch auf dem Display selber. Einzig eine Fingerabdrücke sind, sowohl am Gehäuse als auch auf dem Display, zu sehen, aber diese lassen sich leicht mit einem Tuch beseitigen. Die Lünette, von der ich des Öfteren gehört hatte, dass sie sehr anfällig sei, hat noch keinen Kratzer davongetragen. Lediglich zwischen Gehäuse und Armband sammelt sich leicht Staub an, aber auch dieser kann ohne Probleme entfernt werden.
Was die Verarbeitung betrifft kann ich hier nur den negativen Aspekt vom Unboxing aufgreifen. Und zwar macht die Lünette bei einem Klick darauf Geräusche. Meine Meinung nach hat sie, wie auch die Tasten auf der rechten Seite, möglicherweise zu viel Spiel, aber im Alltag stört es keineswegs, da das Klackern auch nur bei direktem Drücken darauf zu hören ist.

Konnektivität

Gear S3 FrontierDie Gear S3 verfügt sowohl über WLAN, als auch über NFC, Bluetooth und GPS. Standardmäßig habe ich die Uhr per Bluetooth mit meinem Smartphone verbunden. Die Verbindung klappt einwandfrei, lediglich die Reichweite empfinde ich als etwas mau, aber meist trägt man das Smartphone ja sowie nah am Körper. Und sollte dies mal nicht der Fall sein, wechselt die Uhr automatisch in den WLAN-Modus und verbindet sich darüber mit der Uhr. So können noch auf alle Funktionen zugegriffen werden, inklusive Benachrichtigungen, einzig das Telefonieren und Senden von SMS funktioniert nicht mehr.
In meinem Test hatte ich am Anfang zunächst das Problem, dass nicht das GPS der Watch, sondern das Modul des Smartphones genutzt wird. Nach längerer Zeit habe ich bemerkt, dass das GPS-Modul der Smartwatch – sofern aktiviert – nur dann greift, wenn keine Bluetooth-Verbindung besteht, wie es beispielsweise beim Sport der Fall ist. Ansonsten wird auf das Modul des Smartphones zurückgegriffen. NFC habe ich in meinem Test noch nicht genutzt. Achja, auch die Bluetooth-Verbindung zu kabellosen Bluetooth-Kopfhörern oder ähnlichem klappt einwandfrei.

Fitness-Funktion

04Der Hauptanwendungsbereich vieler Smartwatches ist für die Meisten bestimmt immer noch der Sport. Die Gear S3 verfügt über viele Fitness-Featuers. Vom simplen Schrittezähler, über Etagenzähler und Pulsmesser bis hin zu diversen Programmen für unterschiedlichste Sportarten ist alles dabei. Verwaltet wird alles über die S Health-App. Die Daten können auf der Uhr angesehen werden, gleichzeitig werden sie aber auch mit der App auf dem Smartphone abgeglichen.
Öffnet man die S Health-App auf der Gear S3 gibt es viele verschiedene Funktionen. Auf den ersten Blick sieht man direkt die Kalorienanzeige. Auf dem nächsten Bildschirm, den man durch einen Wisch oder durch Drehen der Lünette erreicht, sieht man die gelaufenen Schritte und im darauffolgenden Bildschirm die erklommenen Etagen. Unten sieht man jeweils eine Wochenzusammenfassung, in der man verfolgen kann, wann man seine selbst gesteckten Ziele, die sich in den Einstelungen festlegen lassen, erreicht hat. Über einen Klick auf das jeweilige Feld erhalten Sie detaillierte Infos, wie zum Beispiel die Schritte der letzten Wochen & Monate (die Uhr zeigt bei mir auch noch die Schritte vom ersten Tag an) und sieht hier auch direkt, wv Kilometer man umgerechnet zurückgelegt hat.
Scrollt man noch einmal nach rechts kann man eine Aktivität starten. Hier kann man zwischen Laufen, Gehen, Radfahren, Wandern, Ellipsentrainer, Heimtrainer, Stepper, Laufband, Ausfallschritt, Situps, Kniebeugen, Sternsprung, Pilates, Yoga, Rudermaschine und „Anderes Workout“ wählen. Die Uhr zeichent die Daten auf und schickt sie wie oben erwähnt an die S Health-App. Bei Workouts, bei denen man sich fortbewegt, wie zum Beispiel Laufen, Gehen, Radfahren, Wandern etc. werden zudem Höhenmeter, Geschwindigkeit und Strecke aufgezeichnet, sofern GPS aktiviert ist.  Zudem ist es möglich die Uhr so einzustellen, dass sie eine Aktivität automatisch erkennt.
In der App haben Sie außerdem die Möglichkeit, ihren Wasser- und Koffeinverbrauch zu kontrollieren. Zu jeder dieser Funktionen gibt es ebenfalls ein Widget, das neben das Watch Face geparkt werden kann.

Gear-App

06Die Gear-App ist elementar wichtig für das Zusammenspiel und der Verbindung zwischen Smartphone und Gear S3. Auf Samsung-Smartphones ist sie bereits vorinstalliert, auf anderen Android-Geräten sind einige Zusatz-Apps nötig um den gesamten Funktionsumfang auszuschöpfen. Seit kurzem gibt es außerdem eine offizielle App für iOS. Die App ist relativ simpel aufgebaut. Sie unterteil sich in die Bereiche „Info“ und „Einstellungen“. Unter „Info“ sehen Sie die aktuellen Status-Infos der Smartwatch, wie zum Beispiel den Akku und den Speicher. Hier können Sie außerdem verschiedene Ziffernblätter downloaden und den App Store öffnen. Unter „Einstellungen“ können Benachrichtigungen gesteueret, Apps gesteuert, Inhalte gesendet und schnelle Nachrichten vorgefertigt werden.

Apps

Insgesamt finde ich es schade, dass die App-Auswahl auf der Gear S3 relativ spärlich ist. Grund dafür ist vor allem das Betriebssystem: Es wird nicht auf Android Wear gesetzt, was weitaus weiter verbreitet ist, sondern auf das hauseigene Tizen. Das dies viele Vorteile bietet, werde ich im nächsten Abschnitt ansprechen, aber aus App-Sicht wäre es wünschenswert, wenn es einige Apps mehr geben würde. Ich vermisse beispielsweise einige Google Dienste, die verständlicherweise natürlich nicht an Bord sind. Außerdem wären eigenständige Apps für WhatsApp, Facebook, Instagram & Co. eine nette Sache.
Dafür gibt es allerdings eine – wenn auch noch nicht ganz ausgereifte – Spotify-App. Hierüber kann man entweder über den eingebauten Lautsprecher Musik hören, die Musik an ein Bluetooth-Headset weiterleiten oder auch die Musik, die vom Handy oder Rechner abgespielt wird, steuern. Eine Anmeldung mit dem Spotify-Account genügt und schon kann es losgehen. Schade ist, dass die App nicht komplett auf Deutsch übersetzt ist.
Wenn wir schon bei Musik sind, will ich auch ein Wort über den Lautsprecher verlieren. Dieser ist echt gut, ich meine, es handelt sich hier um eine Smartwatch. Ich habe nicht viel erwartet, aber ich bin echt überrascht. Die Töne sind natürlich nicht so gut, wie bei dem Smartphone, aber große Unterschiede gibt es weder in der Qualität noch in der Lautstärke.
Eine Sache jedoch gibt es im App-Store „en masse“: Ziffernblätter, auch Watch Faces genannt. Hier gibt es eine Riesen-Auswahl, was Aussehen, Farbe und Aufbau betrifft. Hier wird garantiert jeder fündig.

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Software

Mit dem hauseigenen Betriebssystem Tizen OS bin ich sehr zufrieden. Es gibt keine Ruckler und auch insgesamt läuft das System sehr flüssig. Die Bedienung ist intuitiv und durchdacht. So findet man links vom Homescreen die Benachrichtigungen und rechts davon die Widgets. Befindet man sich auf dem Homescreen und drückt den Home-Button gelangt man ins Menü. Dieses lässt sich, wie alle anderen Elemente auch, durch die Lünette steuern. Alle vorinstallierten Apps sind simpel aufgebaut und auch die Einstellungen sind sehr übersichtlich. Für die Software also ein dickes Plus.

Akku

Mit dem Akku bin ich durchaus zufrieden. Ich habe so gut wie immer Bluetooth eingeschaltet und nutze den Always-On-Modus. Zudem kommen täglich viele Benachrichtigungen an. In der Zeit wo kein Bluetooth aktiv ist, bin ich via Wi-Fi mit dem Smartphone verbunden. Trotz alledem schaffe ich eine sehr gute Akkulaufzeit von bis zu 2 Tagen, länger hält meines Wissens keine andere vollwertige Smartwatch. Würde man auf das dauerhaft eingeschaltete Display verzichten bin ich von einer Laufzeit von 3-4 Tagen fest überzeugt.
Meist lade ich die Uhr aber jede Nacht, da ich sie dort eh nicht trage. Das Laden gestaltet sich über die Ladeschale denkbar einfach. Smartwatch reinlegen und schon lädt sie auf. Ein Magnet sorgt für den sicheren Halt, sodass sie nicht verrutscht oder ähnliches.

Gear S3 Frontier

Fazit

Hinweis: Das Produkt wurde mir weder kostenlos zur Verfügung gestellt, noch beinhaltet der Beitrag Produktplatzierungen. Er spiegelt – wie es auch bei gesponserten Produkten ist- meine persönliche Meinung wieder. 

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