VR-Brille

Abtauchen in eine virtuelle Welt: VR-Brille mit integrierten Kopfhörern im Test

Heute teste ich eine VR-Brille und schaue mir an, ob das virtuelle Erlebnis wirklich so real ist, wie man es oftmals hört. 

VR-Brillen sind immer mehr im Kommen. Hier gibt es ziemlich teure Modelle, wie die Oculus Rift, die PlayStation VR, Gear VR oder HTC Vive. Vorteile dieser Brillen sind die integrierten Bildschirme. Günstiger kommt man weg, wenn man Brillen nutzt, in denen man das Smartphone als Display in das Gerät schiebt. Ob das funktioniert und wie mein Eindruck einer solchen VR-Brille ist, wollen wir heute testen.
Für alle, die nicht wissen, was VR (Virtual Reality) ist, habe ich mich hier (zum Beitrag) bereits mit dem Thema auseinandergesetzt.

Zunächst einmal vielen Dank an Pearl, die mir die Brille freundlicherweise zugeschickt haben. Dies wird meine Meinung jedoch nicht beeinflussen. 

Lieferumfang

Die Brille kommt in einem weißen Karton, der von außen nicht gerade spektakulär aussieht. Dafür ist es die Brille umso mehr. Im Paket befindet sich eben jene VR-Brille und wenn man so ein „Monstrum“ das erste Mal in der Hand hält, fühlt es sich echt komisch an, da es so gut wie gar nichts mehr mit einer herkömmlichen Brille zu tun hat. Neben dem eigentlichen Produkt wird ebenfalls ein Mikrofasertuch zum Reinigen der Linsen mitgeliefert.

Neben der Brille wurde mir in einem zweiten Paket ein kleiner Game-Controller geschickt, mit dem man sein VR-Erlebnis steuern kann. Auf diesen werde ich unten näher eingehen.

Design & Verarbeitung

VR4Ich persönlich finde den Anblick solcher Brillen immer etwas ungewöhnlich. Dies ändert aber nichts an der tadellosen Verarbeitung. Natürlich ist diese nicht mit einer Brille für mehrere 100 Euros zu vergleichen, allerdings bekommt man hier für gerade einmal 19,99€ eine solide Verarbeitung geboten. Die Brille ist zum Großteil in weiß gehalten, die Vorderseite und die Polsterungen sind schwarz. An den Seiten findet man zudem noch einige silberne Akzente.
Die Klappe vorne, wo das Handy reingestellt wird, kann über einen kleinen Knopf an der Oberseite geöffnet werden. Hier kann das Smartphone in die beiden dafür vorgesehenen Platten hingestellt werden. An der rechten Seite gibt es zudem noch einen Aux-Anschluss, der mit dem Handy verbunden wird, sodass der Ton über die Brille wiedergegeben werden kann. Auf der Unterseite findet man zwei Knöpfe, einer davon ist für die Eingabe und die Einstellung der Lautstärke. An den beiden Seitenrändern lässt sich mithilfe silberner Drehelemente der Abstand des Smartphones zum Auge einstellen. Insgeamt ist die Brille sehr gut gepolstert, sodass es angenehm ist, diese – auch über längere Zeit – zu tragen. Die beiden Seiten mit den Kopfhörern lassen sich ebenfalls in der Länge verstellen. Das Gummi, was um den Kopf gezogen wird, wird per Klett in der Länge justiert. Die Brille bringt ohne Smartphone 435g auf die Waage.

VR3

Funktion

pageUm VR-Inhalte nutzen zu können, kann man optional zunächst eine entsprechende VR-App auf das Smartphone herunterladen. Ein bekanntes Beispiel ist Google Cardboard. Alternativ kann man aber auch die reguläre YouTube-App nutzen und über diese VR-Videos anschauen. In meinem Fall habe ich 99% aller angesehenen Inhalte über YouTube gestreamt.
Auf dem Smartphone muss man also zunächst YouTube starten und nach einem VR-Video suchen. Es gibt auch die Möglichkeit, in der Suche über das Regler-Symbol explizit nach VR-Inhalten zu filtern. Nachdem das Video gestartet ist, erscheint unten rechts das VR-Symbol. Dieses muss aktiviert werden, sodass auf dem Bildschirm zwei separate Bereiche zu erkennen sind. Nun schiebt man das Smartphone in die VR-Brille und verbindet den Aux-Anschluss. Wichtig ist, dass das Smartphone genau mittig platziert wird. Durch die Brille kann man sich nun das VR-Video ansehen und durch Drehen im Raum eine gesamte 360°-Darstellung erleben. Über den Knopf unten kann man Lautstärke einstellen und starten bzw. stoppen und über die Regler rechts, links und oben kann die Schärfe eingestellt werden.

VR2

In meinem Test klappte dies einwandfrei, sodass – wenn die richtige Justierung erfolgte – ein sehr klares Bild wiedergegeben wurde. Auch die Lautsprecher sind für den Preis von nicht mal 20€ sehr akzeptabel. Das gesamte VR-Erlebnis kam sehr real rüber, gerade weil man durch die Kopfhörer komplett von der Außenwelt abgeschottet ist und sich das Bild – wie im echten Leben – durch Drehen und Neigen des Kopfes mit bewegt. So konnte ich beispielsweise bei einer Achterbahnfahrt dabei sein, mit Fischen tauchen oder mitten im Signal Iduna Park beim Heimspiel von Dortmund stehen. Auch der Game Controller ließ sich problemlos mit dem Smartphone via Bluetooth koppeln, hier ist keine zusätzliche App von Nöten. Mit diesem kann man das Gerät entweder bedienen oder Spiele spielen, während man die VR-Brile auf hat.

G1

Einziger Nachteil: Das VR-Gadget funktioniert nicht mit einer herkömmlichen Brille, sodass ich diese immer abnehmen musste, was bei mir persönlich aufgrund der etwas schlechtern Sicht den Spaßfaktor leicht senkt. Darüber sollte man sich vor dem Kauf im Klaren sein, falls man ein Brillenträger ist.

Fazit

VR-Brille und Game-Controller auf Pearl kaufen

VR-Brille ohne Game-Controller auf Pearl kaufen

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