Deezer

Meine Erfahrungen und mein Fazit zum Streaming-Dienst Deezer

Heute möchte ich meine Erfahrungen und mein Fazit zu Deezer mit Euch teilen. 

Deezer, Google Play Music, Spotify, Juke, Napster, Amazon Prime Music und wie sie alle heißen: Musik-Streaming-Dienste gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Im Prinzip vereint sie alle das Gleiche, aber dennoch gibt es einige Unterschiede zwischen den jeweiligen Anbietern.
Vor einigen Monaten habe ich mir bereits Spotify näher angesehen, mein Fazit könnt Ihr hier lesen (zum Beitrag). Heute widme ich mich nun Deezer. Nach eigenen Angaben nutzen derzeit über 10 Millionen User den Streaming-Dienst.

Wiedergabemöglichkeiten

Deezer bietet natürlich eine Weboberfläche, auf der ganz normal Musik wiedergegeben werden kann. Daneben ist im Windows Store auch eine App für Windows 10 verfügbar. Auch für das mobile Windows steht im Store eine App bereit, genauso wie für Android und iOS.
BlackBerry-Geräte, Chromcast-User und Mac-Besitzer kommen ebenfalls nicht zu kurz und können ihre Musik über die eigene Deezer-App hören.

Übersichtlichkeit & Funktionsumfang

Ich persönlich habe lediglich die Windows-App, sowie die Android-App genutzt, weshalb ich mich auf diese beiden Anwendungen beschränken werde.

Windows-App

In der Windows-App findet man oben links das Menü. Auf „Home“ werden Lieder vorgeschlagen und Neuerscheinungen präsentiert. Hier hat man außerdem die Möglichkeit „Flow“ zu starten. Hierbei werden personalisierte Lieder abgespielt, sodass man keine eigene Playlist erstellen muss.
Über „Meine Musik“ kann man auf seine Lieder und Playlists zugreifen. Der „Player“ zeigt das aktuell gespielte Lied. Hier hat man die Möglichkeit, die Lautstärke anzupassen, das Lied zu stoppen und zu starten, sowie die Dauerschleife oder Zufallswiedergabe zu aktivieren. Ebenfalls kann man sich zu ausgewählten Liedern die Songtexte anzeigen lassen oder den Song in eine Playlist hinzufügen.
Die „Benachrichtigungen“ sollten selbsterklärend sein. Über die „Suche“-Funktion kann nach Lieder, Alben oder Interpreten gesucht werden. Die Suchergebnisse werden in der Regel nach Künstlern, Alben, Titel und offenen Playlists sortiert. Durch das Herz, was man auch im Player findet, kann man Lieder „liken“.
Unten links finden sich die Einstellungen. Hier kann man Audioeinstellungen ändern oder den verbrauchten Speicherplatz einsehen.

Insgesamt finde ich die App an sich sehr übersichtlich, allerdings schafft es die Konkurrenz den Player als kleine Leiste in jedem Fenster darzustellen. Bei Deezer hingegen muss man immer umständlich den Player erst anklicken um Zugriff auf Play/Pause etc. zu erhalten. Ebenfalls fehlt mir eine „Fade“-Funktion, bei der die Titel überblendet werden.

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Android-App

d1Auch die Android-App gefällt mir sehr gut. Hier findet sich auch unten die bei der Windows-App vermisste Player-Leiste, bei der man das aktuelle Lied sieht und stoppen/weiterlaufen lassen kann.
Im „Home“-Bereich finden sich wieder allerlei Infos, die ich bei der Windows-App bereits näher erläutert habe. Unter „Meine Musik“ sieht man oben zunächst sein eigenes Profil. Hier können auch die Einstellungen aufgerufen werden. Weiter unten findet man seine Musik, sowie die heruntergeladenen Lieder und Playlists. Befindet man sich in einer Playlist kann man diese über den Schieberegler herunterladen, sodass man auch offline ohne Internetverbindung seine Musik genießen kann. In den Einstellungen kann man seine persönlichen Daten anpassen, Audio-Einstellungen vornehmen oder den Offline-Modus aktivieren, sodass nur noch heruntergeladene Lieder angezeigt werden.
Über die Suche lassen sich nach Songs und Alben, sowie Interpreten und Playlists suchen.
Wie anfangs erwähnt sieht man unten den aktuellen Titel. Über einen Klick darauf öffnet sich der Player. Dort sieht man das Cover und kann die üblichen Optionen wählen.

Auch die Android-App gefällt mir sehr gut. Der Player ist auf jedem Bildschirm vorhanden und auch das Widget in der Notification Bar bzw. auf dem Sperrbildschirm ist übersichtlich aufgebaut. Nur leider fehlt auch hier wieder die „Fade“-Funktion.

Anzahl an Songs / Verfügbarkeit von Liedern

Deezer gibt an, dass insgesamt mehr als 43 Millionen Titel verfügbar sind, zusätzlich soll es mehrere Tausend Hörbücher geben. Logischerweise habe ich nicht alle Lieder gezählt, allerdings waren alle gewünschten Lieder verfügbar.
Wem doch noch Lieder fehlen, kann problemlos über die Web-Oberfläche seine eigenen MP3s hochladen.
Auch Podcasts und Radiosender sind verfügbar.

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Kosten / Abo-Modell

Deezer kostet – genau wie die Konkurrenz – 9,99€ im Monat. Das kostenpflichtige Abo-Modell nennt sich bei Deezer „Premium+“. Ein Familientarif, wie es Spotify und Google Play Music ebenfalls anbieten, gibt es auch bei Deezer: Er heißt „Deezer Family“ und kostet für 6 Familienmitglieder 14,99€.
Die Testphase umfasst 30 Tage. Zum Start dieses Monats müssen allerdings bereits Bezahldaten eingegeben werden, da sich der Testmonat automatisch zum regulären Preis verlängert, falls dieser nicht rechtzeitig gekündigt wird.
Apropos Kündigung, diese ist – wie in der Branche üblich – monatlich möglich.
Wer nicht bereit ist, Geld für Deezer auszugeben, kann eine eingeschränkte Free-Version mit Werbeunterbrechungen nutzen. Hier fehlen allerdings Features, wie die hohe Soundqualität oder das Offline-Hören.

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Mein Fazit zu Deezer

Insgesamt bin ich sehr mit Deezer zufrieden, allerdings gibt es einige kleine Punkte, die meine Freude dennoch hemmen. Dazu gehört die fehlende Fade-Funktion und der kompliziert erreichbare Player in der Windows-App.
Abgesehen davon muss Deezer sich in keinster Weise gegen die Konkurrenz von Google und Spotify verstecken. Besonders gut gefällt mir die Möglichkeit, sich die Songtexte anzeigen zu lassen, das Offline-Speichern und die Funktion, eigene Lieder hinzufügen zu können.

Was haltet Ihr von Deezer? Nutzt Ihr den Dienst? Falls nicht, was ist Euer Favorit?

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