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Display, Prozessor, Akku & Co.: Auf diese Komponenten sollte man beim Smartphone-Kauf achten!

In diesem Beitrag erläutere ich, auf welche Komponenten ich beim Smartphone-Kauf besonders achte. 

Personen, die sich größtenteils außerhalb des Internets aufhalten und kein besonderes Interesse für die Technik-Welt haben, stehen vor dem Kauf eines neuen Smartphones vor einer großen Herausforderung. Die Marken und Hersteller sind schon in einer sehr großen Anzahl vorhanden, wenn es dann um die Auswahl eines bestimmten Modells geht ist das Wirrwarr im Kopf fast schon vorprogrammiert. Aus diesem Grund möchte ich einmal darlegen, worauf ich achte, um einen groben Faden zu geben, welche Komponenten von großer Wichtigkeit sind und welche eher unwichtig sind.

Die Liste ist natürlich eine Möglichkeit, wie man beim Smartphone-Kauf vorgehen kann, natürlich lässt sie sich nicht pauschalisieren. Wenn Sie beispielsweise schon wissen, dass ein großer Speicher unbedingt von Nöten ist, sollte man diesen Punkt natürlich weiter oben ansetzen.

1. Der Preis

Als Erstes sollte man sich Gedanken bezüglich des Preises machen. Hier kann man keine generellen Angaben machen, da dieser von Käufer zu Käufer schwankt. Zuerst ein Smartphone anschauen, ohne einen Höchstpreis festgelegt zu haben, ist eher weniger sinnig, da man so möglicherweise eine große Sympathie zum Gerät entwickelt und der Preis da eher abschreckend wirken wird.
Allgemein lässt sich allerdings sagen, dass man gute Einstiegssmartphones schon für einen Preis bis 200-300€ erhält. Für die Mittelklasse werden um die 300-500€ fällig, potentielle Käufer eines High-End-Smartphones sollten sich auf Prise von 500-600€ aufwärts einstellen. Die neusten Flaggschiffs von Samsung und Apple fangen beispielweise erst bei 800-900€ an. Hier sei allerdings dahin gestellt, wie sehr alle dort verbauten Features genutzt werden.

2. Das Design

Enorm wichtig – gefühlt bei den weiblichen Käufern ein wenig wichtiger – ist das Design. Auch dieses ist subjektiv, sodass man hier keinerlei Vorgaben machen kann. Wichtig ist lediglich, dass es einem selbst gefällt, da man sonst nicht lange Spaß am Gerät finden wird.

3. Das Display

Das Display ist die meiner Meinung nach wichtigste Komponente beim Smartphone. Schließlich schaut man hier viele Stunden des Tages drauf. Wichtig ist, dass man eine für sich passende Smartphone-Größe wählt. Gängig sind Größen zwischen 4 und 6 Zoll. Alles was größer ist, wird als Phablet bezeichnet. Ein kleiner Hinweis zur Zoll-Angabe, da diese häufig bei technischen Beschreibungen von Smartphone auftaucht: Hier geht es um die Displaydiagonale. 1 Zoll entsprechen 2,54cm.
Neben einer passenden Größe ist auch eine ausreichende Helligkeit wichtig, diese ist allerdings mittlerweile zu 99% immer gegeben.
Besonders achten sollte man auf die Auflösung des Displays. Diese wird in Bildpunkten angegeben. Es sollte schon mindestens Full HD (1920 x 1080 Pixel/Bildpunkte) sein, die meisten Flaggschiffe, also High-End-Geräte, bieten allerdings schon QHD- oder 2K-Displays, wo die Auflösung auch schon mal bei über 2560 x 1440 Pixeln liegen kann. Unter Full HD sollte man allerdings nicht mehr ansetzen, da dies nicht mehr zeitgemäß ist. Oft hört man auch von ppi. Dies bedeutet die Pixeldichte, also die Anzahl der Pixel pro Zoll.

Ich persönlich bevorzuge Displays mit einer Größe von 5-5,5 Zoll und einer Auflösung von QHD. 

4. Die Benutzeroberfläche & Das Betriebssystem

Sofern man sich gegen ein iPhone entscheidet, hat man sich im gleichen Atemzug quasi für Android entschieden. Aber auch hier gibt es – abhängig vom Hersteller – bestimmte Anpassungen in sogenannten Benutzeroberflächen. Somit muss man auch hier am Besten selber ausprobieren, ob einem das Menü, die Einstellungen und alles weitere gefällt.

5. Die Kamera

Die Kamera ist für mich ebenfalls ein wichtiges Feature. Hier sollte man sich allerdings nicht zuviel von Megapixel-Zahlen blenden lassen, da hinter einer Kamera viel mehr dahintersteckt, dazu gehört etwa die Blende (meist zwischen f/1.8 und f/2.4, wobei geringe Zahlen besser sind, da mehr Licht durchgelassen wird) oder auch die technischen Features der Kamera. So sollte man einerseits auf recht hohe Megapixel-Zahlen setzen, aber ebenso die Blende oder eine optische Bildstabilisierung (OIS) nicht außen vor lassen. Bei der Kamera gilt mehr denn je: Fahren Sie in den Elektronik-Handel Ihres Vertrauens oder zu Freunden und probieren Sie die Kamera aus.
Mittlerweile verbauen auch viele Hersteller Dual-Kameras, wo auf der Rückseite zwei Kameras zu finden sind. Diese sind aufgrund verschiedener Optionen beider Kameras besonders leistungsstark.

Ich setze besonders auf eine starke Blende, eine optische Bildstabilisierung und eine hohe Auflösung, die durch die Megapixel-Anzahl symbolisiert wird. 

6. Der Prozessor & Akku

Der Prozessor (CPU) ist das Herzstück des Smartphones und enorm wichtig für die Performance. Hier sollte man darauf achten, dass er mindestens 4 und höchstens 8 Kerne besitzt. Eine Taktzahl von ca. 2-3 GHz ist relativ normal. Bekannte Chips sind beispielsweise Qualcomm Snapdragon, MediaTek oder Samsung Exynos. Aufgrund der unterschiedlichen Bauarten und der weiteren Faktoren, der bei der Performance eines Prozessors von Bedeutung sind kann man aber auch hier keine generalisierten Aussagen treffen.

Daneben gibt es auch noch die GPU, den Grafikprozessor, der für die Grafik und Spiele zuständig sind. Hier gibt es aber meines Erachtens keine nennenswerten Unterschiede beim Otto-Normalverbraucher. Viel-Zocker sollten hier allerdings genauer hinschauen.

Der Akku ist natürlich auch ein sehr wichtiger Punkt. Hier bevorzuge ich Größen von bis mindestens 2.500 mAh, wobei auch hier ein Großteil des Verbrauchs mit der Größe des Displays, den verbauten Komponenten, dem Prozessor und nicht zuletzt von der Software abhängt.

Ich persönlich würde immer zu einem Snapdragon 820 oder höher greifen, bzw. bei Samsung-Smartphones zu einem neuen Exynos. 

7. Der Speicher

Der Speicher hängt auch von Käufer zu Käufer vom Nutzungsverhalten ab. Hier muss man sich vor dem Kauf die Frage stellen, ob viel Musik, Videos oder Bilder gespeichert werden. Außerdem muss man sich im Vorfeld informieren, ob man den Speicher nachträglich durch eine microSD-Speicherkarte erweitern kann oder der Speicher nicht erweiterbar ist.

Neben dem Flash-Speicher, wie der reguläre Speicher genannt wird, gibt es auch noch den Arbeitsspeicher, auch RAM genannt. Dieser arbeitet mit dem Prozessor zusammen und stellt ein Fundament des täglichen Gebrauchs mit dem Smartphone.

Mir reichen meist Speicher von 32 GB, da ich unterwegs selten Filme schaue und viele Daten in der Cloud gespeichert habe. Als Arbeitsspeicher würde ich zwischen 3-6 GB wählen, wobei aktuelle Smartphone meist 4 GB aufwärts bieten. 

8. Weitere Dinge

Neben diesen Dingen sollte man natürlich auch auf Software-Features und weitere Funktionen, wie einen Fingerabdruckscanner, den verbauten Anschluss (mittlerweile hat sich bei neuen Smartphones USB-C durchgesetzt) und weiteren Dingen achten.
Konnektivitäten, wie Bluetooth, NFC, WLAN & Co. können meiner Meinung außen vor gelassen werden, da diese bei allen aktuellen Smartphones sowie auf dem relativ gleichen Stand sind.

So, das war meine Liste mit Dingen, auf die man beim Smartphone-Kauf achten sollte bzw. worauf ich achte.

Worauf achten Sie, wenn Sie sich einen neuen „Daily Driver“ zulegen? Habe ich möglicherweise etwas elementar wichtiges vergessen? Über Kommentare würde ich mich freuen!

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