Action Cam

Günstige Action Cam mit vielen Features von AUKEY im Praxistest

Heute wollen wir uns einmal die Action Cam von AUKEY genauer ansehen. Viel Spaß mit dem Review.

Unangefochtener Marktführer bei den Action Cams ist der Hersteller GoPro mit seinen gleichnamigen Modellen. Der Konzern hat sich einen Namen geschaffen, den so ziemlich jeder kennt und direkt mit den kleinen Kameras für sportliche Zwecke assoziiert wird. Allerdings gibt es neben dem Branchenriesen auch viele weitere Hersteller von Action Cams.

Aus diesem Grund wollen wir uns heute einmal das Modell der Firma AUKEY näher ansehen. Dieses überzeugt vor allem mit seinem günstigen Preis und der Vielzahl an mitgeliefertem Zubehör.

Dank meines Urlaubs in der vergangenen Woche konnte ich die Kamera unter realen Bedingungen super testen. Ob sie auch dem Salzwasser- und Sturztest standgehalten hat, erfahrt ihr jetzt.

Zunächst einmal vielen Dank an AUKEY, die mir die Kamera freundlicherweise zur Verfügung gestellt haben. Dies wird meine objektive Meinung jedoch nicht beeinflussen.

Lieferumfang

Die Action Cam wird in dem AUKEY-typischen Pappkarton geliefert. Nach dem Öffnen sieht man direkt die Kamera in dem wasserdichten Gehäuse. Darunter befindet sich in einem Extra-Fach das, wie oben erwähnt, zahlreiche Zubehör.

Neben dem wasserfesten Gehäuse, in dem die Kamera also geliefert wird und einer Bedienungsanleitung, Garantiekarte und einem microUSB-Ladekabel, sind viele Halterungen für verschiedenste Einsatzzwecke vorzufinden. Erfreulicherweise wird auch ein zweiter Akku mitgeliefert.

Folgendes Zubehör erwartet euch im Karton:

  • 2,4 GHz Fernbedienung
  • Wasserdichtes Gehäuse
  • Kamerahalterung
  • 2 verschiedene Schnellwechseladapter
  • Fahrradhalterung
  • Gürtelhalterung
  • 3 verschiedene Verbindungsadapter
  • Schraubbasis
  • 2 selbstklebende Helmhalterungen
  • 2 kleine Befestigungsgurte
  • 2 Kamera-Gurte
  • Ersatz Gehäusetür
  • 2 3M selbstklebende Pads
  • microUSB-Kabel
  • 360°-Winkeladapter
  • 2 Li-Ion-Akkus
  • Stahl-Sicherungskabel
  • Objektiv-Reinigungstuch
  • Vier Kabelbinder

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Design und Verarbeitung

AC1Die Kamera kommt im typischen „Action Cam“-Look daher und erinnert äußerlich an eine GoPro. Auf der Vorderseite ist ein in der Diagonale 5,1 cm großes Display untergebracht, dieses kann allerdings nicht per Touch bedient werden. Dafür sind insgesamt vier Tasten zuständig. Ich persönlich finde diese Variante deutlich intuitiver, da man die Kamera so auch mit Unterwassergehäuse problemlos bedienen kann. Auf der Oberseite ist der „OK“-Button untergebracht, der gleichzeitig als Auslöser fungieren kann. Auf der Vorderseite neben der Linse findet sich der An- & Aus-Schalter bzw. die Modus-Taste, mit der man zwischen den verschiedenen Modi wechseln kann. Auf der rechten Seite sind die beiden letzten Tasten, eine Hoch-, sowie eine Runter-Taste, zu finden. Auf der linken Seite sind miniHDMI-, microUSB- und microSD-Eingang platziert. Auf der Ober- und Vorderseite ist zudem eine LED-Statusanzeige untergebracht, sodass man aus beiden Perspektiven sehen kann, ob gerade aufgenommen wird. Auch eine LED-Ladeanzeige ist vorne zu finden. Der Schacht für den Akku befindet sich auf der Unterseite.

Insgesamt kommt die „nackte“ Kamera auf ein Gewicht von  64g bei Abmessungen von 5,9 x 4,1 x 2,5 cm.

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Einsatzgebiete

Die Einsatzgebiete für die Kamera sind extrem vielseitig. Dank der großen Anzahl an Halterungen gibt es verschiedenste Möglichkeiten, diese zu befestigen. Und wem das Zubehör nicht reicht: Auf Amazon & Co. bieten viele Händler Zubehör-Pakete für Action Cams an, mit denen sich der Funktionsumfang um ein vielfaches Erweitern lässt – und das sogar für einen Preis für teilweise unter 20 Euro. Zwar sind diese teils als GoPro-Zubehör gekennzeichnet, aufgrund des genormten Gewindes können sie allerdings auch bei anderen Modellen von anderen Herstellern verwendet werden.

Wenn wir aber schon beim Thema „Einsatzgebiete“ sind, wollen wir auch konkret werden.

Mit dem wasserdichten Gehäuse ist es möglich, die Kamera mit unter Wasser zu nehmen. Der Hersteller gibt eine maximale Tiefe von 3m an. In meinem Test klappte dies ohne Probleme. Sowohl im Hotel-Pool, als auch im Meer, war die Kamera längere Zeit dauerhaft unter Wasser, ohne, dass das Produkt Schäden genommen hat. Auch das Salzwaser im Mittelmeer war für das wasserdichte Gehäuse kein Problem, man sollte aber insbesondere nach der Nutzung im Salzwasser, aber auch generell, darauf achten, das Gehäuse nach Gebrauch gründlich abzuspülen. Dank entsprechender Tasten am Gehäuse können alle Buttons der Kamera auch mit Schutzhülle ohne Probleme bedient werden. Lediglich der Inhalt auf dem Display war bei direkter Sonneneinstrahlung schwer zu erkennen.

Bei allen anderen Einsatzgebieten kann entschieden werden, ob die Kamera im wasserfesten Gehäuse oder im separaten Rahmen, der allerdings nicht gegen Wasser schützt, montiert werden soll. Ich persönlich würde immer zur ersten Option tendieren, da die Kamera so immer bestmöglich gegen Stürze und Wasser geschützt ist. Möchte man allerdings auch Ton bei seinen Videos genießen, wird man um die Nutzung des separaten Rahmens nicht herumkommen, da der Ton aufgrund des Gehäuses nicht mehr vernünftig aufgezeichnet werden kann.

Auch am Fahrrad kann die Action Cam dank der mitgelieferten Halterung in verschiedenen Positionen montiert werden, ebenso wie am Gürtel, am Rucksack oder auf einem Motorrad-, Kart-, Skihelm oder jeder weiteren Variation des Kopfschutzes.
Allgemein lassen sich viele der Halterungen miteinander verknüpfen, da sie entweder mit einem Klickverschluss und/oder Gewinde ausgestattet sind.

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Funktionen

Mit der Kamera können sowohl Fotos als auch Videos aufgezeichnet werden. Bei beiden Möglichkeiten stehen diverse Optionen, sowie Auflösungen zur Verfügung. Fotos werden mit maximal 12 Megapixel geschossen, Videos können in 4K mit bis zu 25 FPS aufgenommen werden, 60 FPS sind bei 1080p oder 720p möglich. Bei dem Video-Modus sucht man Zeitraffer und Zeitlupen-Funktion leider vergebens. Bei den Fotos kann man auf einen Zeitraffermodus, bei dem im bestimmten Abstand Fotos geschossen werden, sowie einer Serienaufnahme, bei der 3 Bilder in kürzester Zeit gemacht werden, zurückgreifen.
Insgesamt bin ich mit der Qualität der Fotos und Videos durchaus zufrieden, bedenkt man den geringen Preis von unter 69€. Gerade bei guten Lichtverhältnissen im Freien spielt die Weitwinkel-Linse mit 170° ihre Stärken aus. Im Dunkeln und Inneren hingegen merkt man schnell ein gewisses Rauschen im Bild. Auch die 4K-Videos lassen sich durchaus sehen. Natürlich sind diese Bilder aber nicht mit denen einer regulären Spiegelreflexkamera zu vergleichen.
Insgesamt würde ich die Kamera allerdings eher für den Urlaub und die Freizeit empfehlen, wo sie super für geeignet ist, als für professionelle Aufnahmen.

Beispielbilde können über folgenden Link heruntergeladen werden, da die Qualität hier nicht optimal wäre (Beachtet, dass das Video nur in geringer Auflösung und nicht in 4K verfügbar ist): Beispielbilder abrufen.

Wie anfangs erwähnt wird ein Ersatzakku mitgeliefert. Mit einer Akkuladung hält die Kamera rund 90 Minuten durch. Bei zwei vollgeladenen Akkus hat man also – wer hätte es geahnt, 180 Minuten bzw. 3 Stunden Film- und Foto-Spaß. Geladen werden kann die Kamera entweder per microUSB-Anschluss oder die Akkus in einem separat erhältlichem Ladegerät. Um die 3 Stunden zu Füllen ist allerdings eine entsprechende Speicherkarte von Nöten. Unterstützt werden microSD-Karten mit einer Kapazität von maximal 32 GB. In meinem Test habe ich eine 16 GB-Karte genutzt, diese bot Platz für rund 8200 Fotos mit der höchsten Auflösung oder einen ca. 33-minütigen 4K-Film.

Allerdings müssen die Aufnahmen nicht zwingend auf einer microSD-Karte gespeichert werden. Dank miniHDMI-Ausgang gibt es die Option, den Inhalt auf einen Monitor oder Fernseher in Echtzeit zu übertragen. Und wenn man dann auch noch das miccoUSB-Kabel anschließt, hat man unendlichen Film- und Fotogenuss.

Neben der Bedienung über die Knöpfe kann die Action Cam allerdings auch noch über die 2,4 GHz Fernbedienung und eine Smartphone-App gesteuert werden. Die Fernbedienung besitzt zwei Tasten, sodass das Schießen von Fotos und das Starten und Stoppen von Videos möglich ist.
Die Smartphone-App ist im Google Play Store verfügbar. Die Vorgehensweise zum Verbinden kann der Anleitung entnommen werden. Ich persönlich finde die App sehr nützlich, da man sowohl Fotos und Videos machen kann, aber auch Inhalte auf der Speicherkarte ansehen kann. Gerade wenn die Kamera beispielsweise auf dem Helm sitzt und man nachsehen möchte, ob sie richtig positioniert wurde, eignet sich die App perfekt.

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Fazit

Action Cam auf Amazon kaufen.

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