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Apple iPhone 7: So schlägt sich das Smartphone im Langzeittest

Wie sich das iPhone 7 von Apple in meinem Langzeittest schlägt und was ich besonders gut finde, erfahrt ihr hier. 

Seit 4 Wochen nutze ich nun schon das iPhone 7 von Apple als meinen „Daily Driver“, also als mein Hauptsmartphone. Es ist mittlerweile kein Geheimnis mehr, dass dieses Modell das erste iPhone ist, was ich selber über einen längeren Zeitraum nutze. Gerade aus diesem Grund habe ich mich so sehr auf den Test gefreut, konnte ich in den letzten 4 Wochen somit mal ein neues Betriebssystem näher kennenlernen.
Was ich nach 4 Wochen zu dem Smartphone sage, wie mein Eindruck zur Akkulaufzeit ist und welches Feature ich besonders lieben gelernt habe, lest ihr jetzt.

Zunächst einmal vielen Dank an notebooksbilliger.de für die Bereitstellung des Testprodukts über einen Testzeitraum von 4 Wochen.

smartphone von notebooksbilliger.de

Vor zwei Wochen ist bereits ein Beitrag zu meinem ersten Eindruck online gegangen. Diesen findet ihr hier (Direktlink zum Beitrag). Aus diesem Grund werde ich heute nicht erneut auf Lieferumfang, Design und Verarbeitung eingehen. Allen, die sich dafür interessieren, lege ich den oben verlinkten Beitrag ans Herz.

Software – iOS 10 bzw. iOS 11

Starten wir diesen Test doch direkt mit der Software. iOS 10 war vorinstalliert und hat mich echt überrascht. Insgesamt läuft das Betriebssystem sehr flüssig und ohne Probleme. Die Bedienung ist leicht, übersichtlich und intuitiv. Etwas ungewohnt war das Fehlen eines Menüs, die Lösung die Apple seit Jahren mit dem Startbildschirmen, auf dem alle Apps gelagert werden, verfolgt, habe ich mit der Zeit allerdings auch lieben gelernt. Eine Umgewöhnung war auch bei den Einstellungen von Nöten: Anders als bei Android verfügt nicht jede System-App über eine eigene Einstellungs-Maske, stattdessen werden alle Einstellungen über eine zentrale App geregelt. Apropos Einstellungen: Diese sind sinnvoll unterteilt und gerade Features, wie Night Shift, bei dem der Blauwert des Bildschirms am Abend gesenkt wird, sodass die Augen geschont werden, oder einige Bedienungshilfen sind echt praktisch.
Praktisch ist auch das Kontrollzentrum, das über einen Wisch von unten nach oben von jeder Anwendung aus aufgerufen werden kann. Hier können Schnelleinstellungen vorgenommen und die Musik verwaltet werden.
Wischt man hingegen von oben nach unten, gelangt man in die Benachrichtigungen. Diese finde ich etwas unübersichtlich, da hier alle Benachrichtigungen auftauchen, auch solche, die ich auf dem Sperrbildschirm, wo man übrigens einstellen kann, ob Benachrichtigungen angezeigt werden sollen, weggewischt habe.
Links vom Homescreen befinden sich weitere Widgets, die nach Belieben hinzugefügt werden können. Die Informationen sind zwar sehr sinnvoll und übersichtlich, genutzt habe ich die Übersicht aber dennoch nicht.
Ein weiteres praktisches Feature, was zu Beginn von mir eher als Spielerei eingestuft worden war, ist die Möglichkeit, über ein doppeltes Tippen (nicht Drücken) auf den Home-Button den Inhalt auf dem Bildschirm auf die untere Hälfte herunterzuholen und zu beschränken, sodass problemlos eine Ein-Hand-Bedienung möglich ist.

Leider ist jedoch die Verbindung meiner Samsung Gear S3 Frontier mit iOS recht kompliziert, zumal man nicht auf den vollen Funktionsumfang zugreifen kann: Es werden nur ein Teil der Benachrichtigungen angezeigt und auch das Antwort auf diese ist nicht möglich. Ebenfalls ist der App Store eingeschränkt, genauso wie die Einstellungen. Hier lässt sich festhalten, dass das iPhone grundsätzlich – zumindest wenn man den vollen Funktionsumfang nutzen möchte – wohl eher mit einer Apple Watch gekoppelt werden sollte.

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Während meines Tests ist dann das Update auf iOS 11 eingetrudelt. Was soll ich sagen? Nach dem Update hat sich die Performance nochmal verbessert und auch die Akkulaufzeit ist, obwohl sie bisher schon super war, nochmal gestiegen, aber mehr dazu im Bereich „Akku“. Gerade im Zusammenspiel mit dem Prozessor war Multi-Tasking ohne Probleme möglich. Ein besonders nützliches neues Feature ist die neue Dateien-App, über die auf alle Dateien auf dem Gerät zugegriffen werden kann. Außerdem wird in der Benachrichtigungsleiste nun – anders als vorher – die Uhrzeit groß in der Mitte angezeigt.
Komplett überarbeitet wurde auch das eben angesprochene Kontrollzentrum. Dieses besteht nicht mehr aus zwei Seiten sondern aus einer Seite, auf der alle Widgets gebündelt dargestellt werden. Welche Widgets konkret angezeigt werden sollen, kann in den Einstellungen unter „Kontrollzentrum“ reguliert werden.

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Display

Das Display des iPhone 7 hat mich vollends überzeugt. Schon beim ersten Start hat man die gesamte Kraft des verbauten Retina-Panels zu spüren bekommen. Alle Inhalte werden dank einer Auflösung von 1334 x 750 Pixeln sehr scharf und detailgetreu wiedergegeben. Auch der Kontrast und der Farbumfang ist sehr real gehalten. Besonders gut fand ich die Helligkeit, die, auf höchster Stufe eingestellt, auch bequemes Ablesen in der Sonne ermöglicht.

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3D Touch

Im iPhone 7 kommt natürlich auch die 3D Touch-Technologie zum Einsatz, die Apple beim iPhone 6S eingeführt hat. Hierbei handelt es sich um eine Technik, die die Stärke, mit der man auf den Bildschirm drückt, erkennt und je nach nach dem wie doll man drückt unterschiedliche Aktionen ausführt.
Anfangs war ich skeptisch bezüglich der Nützlichkeit des Features, aber im Laufe der Zeit hat man gemerkt, wie oft man es sinnvoll im Alltag nutzen kann. Einige Beispiele:

  • Starkes Drücken auf die Statistik-App für meinen Blog um per Pop-Up die heutigen Aufrufe zu sehen.
  • Starken Drücken auf die Einstellungen um Schnelleinstellungen aufzurufen.
  • Starkes Drücken auf die Snapchat-App um die besten Freunde zu sehen.
  • Starkes Drücken auf einen Chat in der WhatsApp-Übersicht um die neuen Nachrichten zu lesen, ohne dass der blaue Haken angezeigt wird.

Kamera

Bei der Kamera bin ich zwiegespalten. Starten wir mit meinen Kritikpunkten: Das größte Problem im täglichen Umgang mit der Kamera war das Bildformat, was Apple nutzt und sich nicht ändern lässt. Somit lassen sich Bilder nicht einwandfrei im Querformat ansehen.
Die Features, zu denen Zeitraffer, Slow-Motion und Panoramafotos zählen, haben mich überzeugt und sind echt gelungen.
Insgesamt finde ich die Qualität der Kamera gut, aber eben nicht sehr gut sondern durchaus verbesserungswürdig. Mein Galaxy S6 edge konnte problemlos in der Foto-Sektion mithalten und gerade im Low-Light-Bereich ist der verbaute Sensor im Apple-Smartphone schnell an seine Grenzen gestoßen. Aber auch bei Licht wirken die Bilder leicht verändert, was den Farbumfang betrifft. Mir ist klar, dass das hier Meckern auf hohem Niveau ist und die Kamera des iPhone 7 zweifelsohne in der Champions League der Smartphone-Kameras mithalten kann, um allerdings über die Gruppenphase dieser hinauszukommen, muss Apple noch etwas nachbessern.
Anders sieht es bei den Videos aus, die erfreulicherweise auch in 4K mit 25 FPS aufgenommen werden können. Sie sind scharf, schön anzusehen und auch die beiden Video-Modi Zeitraffer und Slow-Motion machen echt Spaß.

Bitte beachtet, dass das Testbild komprimiert hochgeladen wurde. 

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Neuer Home-Button

Den Home-Button hat Apple grunderneuert. Konnte man ihn bislang physisch herunterdrücken, wird ab sofort das Drücken nur noch durch einen entsprechenden Vibrationsmotor suggeriert. Dies war am Anfang sehr ungewohnt, mit der Zeit hat man sich aber so sehr an die neue Technologie gewöhnt, dass es einem wirklich so vorkommt, als wenn man eine „richtige“ Taste drückt. Die Intensität des Haptikfeedbacks lässt sich übrigens in den Einstellungen in Form von drei Stufen einstellen.

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TouchID – der schnelle Fingerabdruckscanner

Wenn wir schon beim neuen Home-Button sind, darf natürlich auch TouchID, Apples Fingerabdruckscanner nicht fehlen. Dieser ist in den Home-Button integriert und reagiert pfeilschnell. Während meines gesamtes Tests kam es so gut wie nie zu einer Verzögerung, geschweige denn einem Fehler.

Akku

Der Akku ist ohne Frage eines der Kaufkriterien beim iPhone. Der Akku vom Testgerät war um Welten besser als der meines Galaxy S6 edge. Auch nach einer guten Stunde nach dem Trennen der Stromverbindung kam es vor, dass der Akku noch einen aktuellen Stand von 100% angezeigt hat – trotz angeschaltetem Bluetooth und GPS.
Durch den Tag hat es der Akku locker geschafft, am Abend waren nicht selten Werte oberhalb von 40% auf dem Bildschirm zu sehen. Zu Spitzenzeiten habe ich eine SOT (Screen On Time –> Zeit, in der der Bildschirm angeschaltet war) von ca. 8 Stunden erreichen können.

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Lautsprecher & Kopfhörer

Was soll man groß zum Lautsprecher sagen? Ich würde ihn als „Standard-Smartphone-Lautsprecher“ betiteln. Er ist gut genug für Anrufe mit Lautsprecher, um Sprachnotizen auf WhatsApp anzuhören oder um Videos zu schauen. Auch die Lautstärke ist für diese Zwecke mehr als ausreichend. Musik ist natürlich auch möglich – macht aber wenig Spaß. Wie jedes Smartphone übersteuert auch das iPhone 7 bei hoher Lautstärke, sodass das Musik hören zur Qual wird.

Mein größter Kritikpunkt am iPhone sind allerdings die mitgelieferten Kopfhörer. Hier fängt es schon beim Anschluss an, denn Apple hat ja bekanntlich den 3,5mm-Klinkenstecker gestrichen und nutzt seitdem den Lightning-Port zum Musik hören. Löblicherweise wird wenigstens ein entsprechender Adapter mitgeliefert, aber gerade wenn man zeitgleich Musik genießen und das Smartphone aufladen will, muss man auf Zubehör zurückgreifen, was Apple sich teuer bezahlen lässt. Insgesamt sehe ich also keinen Sinn in dem Wegfall des Klinkenanschlusses.
Kommen wir aber nun zu den mitgelieferten Kopfhörern an sich: Diese waren in meinem Test gar nicht zu nutzen, da sie insgesamt 3 große Probleme mit sich brachten: 1. Saßen sie viel zu locker, sodass sie bei jeder kleinsten Bewegung aus dem Ohr herausfielen, 2. hörte man fast nur seine Umwelt und so gut wie gar nicht die Musik und 3. bedeutet dies im Umkehrschluss, dass alle Personen im näheren Umkreis auch die Musik zu hören bekommen, ob sie wollen oder nicht.
Nähere Ausführungen zu diesem Thema spare ich mir, ihr findet schließlich noch die Punktzahl in dieser Kategorie im Fazit am Ende des Beitrags.

Kopfhörer_iPhone7

Fazit iPhone 7

Auch an dieser Stelle nochmals vielen Dank an notebooksbilliger.de für die Bereitstellung des Testprodukts!

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