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TobyRich Moskito im Praxistest – Flugzeug aus „Die Höhle der Löwen“ per Smartphone steuern

Heute schauen wir uns den Moskito von TobyRich an. Dabei handelt es sich um ein Flugzeug, dass sich per Smartphone steuern lässt. 

„Die Höhle der Löwen“, die Sendung, die derzeit bereits in der vierten Staffel ausgestrahlt wird, dürfte mittlerweile vielen ein Begriff sein. In der Gründer-Show stellen Start-Ups ihre Ideen vor und hoffen auf ein Investment von fünf Investoren, den „Löwen“.
So auch TobyRich. Benannt wurde das Start-Up, das 2011 das Licht der Welt erblickte, nach den beiden Gründern Tobias „Toby“ Dazenko und Ulrich „Rich“ Ditschler. In der 7. Folge der 2. Staffel von „DHDL“ präsentieren sie den Investoren ihre Flugzeuge, die sich per Smartphone steuern lassen. Nach reichlich Nachfragen aller fünf Löwen machte Tech-Experte Frank Thelen den beiden Gründern ein Angebot.

Die Ausstrahlung der Folge ist nun schon zwei Jahre her, in der Zwischenzeit hat sich einiges getan und TobyRich hat weitere Modelle der unbemannten Flugkörper auf den Markt gebracht. Eines der Modelle, den „Moskito“, schauen wir uns heute im Praxistest an.

Zunächst einmal vielen Dank an TobyRich, die mir das Produkt freundlicherweise zugeschickt haben! 

Lieferumfang

Der Moskito wird in einer weiß-roten Verpackung geliefert. In dieser befindet sich das Flugzeug an sich, ein Gamepad für das Smartphone, sowie ein microUSB-Ladekabel, eine Anleitung und ein Ersatzpropeller.

Mo_Verpackung

Mo_Lieferumfang

Design & Verarbeitung

Schon beim ersten Kontakt mit dem Moskito fällt das sehr geringe Gewicht extrem auf. Mit nicht einmal 19g ist das Flugzeug ein echtes Leichtgewicht, was beim Fliegen aber nicht unbedingt Vorteile mit sich bringt, aber dazu später mehr. Es misst 22 x 23 cm und ist dabei ca. 7-8 cm hoch.
Insgesamt ist das Produkt aus festem Styropor gefertigt, was es extrem stabil und bruch- bzw. sturzsicher macht. In meinem Test hat es mehrere Stürze ohne jegliche Kratzer überstanden.
Der Moskito besteht aus zwei übereinander angeordneten „Flügeln“. Diese sind weiß, an den Seiten gibt es jeweils zwei rote Streifen. Der restliche Flugkörper ist in schwarz gehalten. Vorne findet der Propeller Platz, darunter ist die Nase verbaut. Diese ragt erfreulicherweise etwas weiter als der Propeller hervor, sodass dieser bei einem Senkrecht-Sturz optimal geschützt ist.
Über das „lose“ Steuer am Ende lässt sich die Flugbahn beeinflussen.
Der On-/Off-Schalter und microUSB-Ladenanschluss sind auf der Unterseite angebracht. Ich persönlich finde die Unterbringung etwas problematisch, da der offene Anschluss so bei einer Landung auf einem nassen Untergrund direkt mit Wasser in Berührung kommt. Eine kleine Klappe oder eine seitliche Anordnung wäre meiner Meinung nach die bessere Option gewesen.

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App

Mo_App1Die App ist sehr minimalistisch und übersichtlich designet. Direkt nach dem Start verbindet sich die App automatisch – sofern Bluetooth aktiviert ist – mit dem Flugzeug.
Über das Menü gibt es die Möglichkeit, sich Tutorials anzusehen, Einstellungen vorzunehmen oder einfach zu fliegen.
In den Einstellungen kann man den Hintergrund ändern und den Steuerungsmodus wählen. Entweder gelingen Kurven durch Drehen des Smartphones oder über ein Steuerkreuz. Auf dieses kann der mitgelieferte Joystick platziert werden, sodass die Steuerung realer und intuitiver vonstatten geht. Dank zwei Noppen lässt sich der Joystick einfach befestigen und auch wieder entfernen.
Außerdem lässt sich die Schwierigkeit der Kurvenflüge einstellen, es kann zwischen „Einfach“, „Normal“ und „Experte“ gewählt werden. Auch ein Leuchtmuster für de Moskito kann definiert werden, gerade im Dunkeln eine spaßige Angelegenheit.
Beim Fliegen an sich gibt man über die linke Seite – je nach Höhe des Fingers – Gas und über das Steuerkreuz rechts bzw. durch Kippen kann man Kurven fliegen.

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Usability

Wie erwartet war das Fliegen am Anfang relativ schwer, schließlich klappte es auch bei Frank Thelen in „Die Höhle der Löwen“ nicht auf Anhieb. Nach einigen Sessions wurde ich aber immer besser und man hat zunehmend die Kontrolle über den Moskito gewonnen. Man muss auf jeden Fall bedenken, dass es sich hier im weitesten Sinne um ein „Spielzeug“-Flugzeug handelt und nicht um einen Quadrocopter bzw. eine Drohne, die sich zentimetergenau steuern lässt.
Probleme gab es bei Wind, da das Produkt – wie oben bereits angemerkt – extrem leicht ist und so jedes Lüftchen Auswirkungen auf die Flugroute des Moskitos hat. Der Extremfall war eine so starke Beeinflussung, dass das Flugzeug hochgetrieben wurde, ich mehr und mehr die Kontrolle verloren habe und wild versucht habe, es irgendwie wieder in meine Richtung zu lenken. Natürlich war das der falsche Weg, sodass der Moskito über das Haus hinweg in den gegenüberliegenden Wald segelte. Nach einiger Suche konnte ich das Flugzeug aber glücklicherweise, nicht zuletzt dank den hellen Farben, wiederfinden. Und was soll ich sagen? Es war direkt wieder funktionstüchtig, jeden noch so kleinen Kratzer suchte man vergebens. Ein weiteres Indiz für die stabile Bauweise des Moskitos. Nichtsdestotrotz würde ich bei zukünftigen Modellen ein akustisches, lautes Signal begrüßen, dass im Ernstfall über die App abgesetzt werden kann, sodass man das Produkt schnell wiederfinden kann.
Ansonsten macht das Fliegen mit dem Moskito echt sehr viel Spaß. Er wird aus der Hand heraus gestartet und über die App, auf die ich ja bereits eingegangen bin, lässt er sich steuern. Wie gesagt, nach kurzer Zeit hat man das Fliegen raus und es wird immer leichter.

Mit einer Akkuladung kann man ca. 12 Minuten fliegen, für ein solch kleines Gerät ein sehr guter Wert. Das Aufladen dauert akzeptable 20 Minuten. Dank des microUSB-Anschlusses kann er auch unterwegs über eine PowerBank mit Energie versorgt werden.

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Technische Details

Flugzeug

Flugzeit:
ca. 12 min
Gewicht:
18 g
Ladezeit:
ca. 20 min
Länge:
22 cm
Batterie:
Li-Po 80 mAh
Spannweite:
22 cm
Farbe:
schwarz, weiß, rot
Höhe:
8 cm
Material:
EPP
Reichweite:
min. 60 m (200 feet)
Wireless Standard:
Bluetooth Smart

App

Zwei Flug-Modi:
Joystick & Kippen
Drei Schwierigkeitslevel:
Anfänger, Fortgeschrittener, Experte
Tutorial:
Lerne Fliegen in der interaktiven Moskito-App Flugschule
Standard:
Bluetooth Smart
Fünf LED-Leuchtmuster:
standard, immer, Flugzeug, Polizei, Firefly
Kompatibilität iOS:
iPhone 5s oder neuer, iPod touch 6. Gen oder neuer, iPad 5. Gen oder neuer, iPad mini, iPad Air, iPad Pro
Kompatibilität Android:
Bluetooth 4 low energy, Beschleunigungssensor und Gyroskop, Android 4.4 oder neuer

Drohnenverordnung

Gerade in den letzten Wochen und Monaten hat man immer wieder davon gehört, dass es striktere Gesetze für Drohnen- und Flugkörper-Besitzer geben soll. Für diese Thematik lege ich euch den TobyRich-Blogeintrag ans Herz, der diese Thematik mitsamt allen zu beachtenden Punkten detailliert und verständlich aufgreift und erläutert:

Zum Blogeintrag von TobyRich.

Aber keine Angst: Für die Moskito gibt es keine besonderen Regularien, auf die geachtet werden müssen.

Fazit

TobyRich Moskito auf Amazon kaufen.

Zur TobyRich-Website.

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