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Bitcoin, Blockchain, Mining & Co. – alles rund um die Krypto-Währung! (+Erklär-Video)

In diesem Beitrag erkläre ich euch, was es mit Krypto-Währung Bitcoin auf sich hat und was Begriffe wie Blockchain, Mining & Co. in diesem Zusammenhang bedeuten. 

Bitcoin – diesen Begriff hat mit Sicherheit jeder schon einmal gehört. Vor einigen Jahren hat man ihn möglicherweise mal unbewusst aufgeschnappt, gerade in den letzten Monaten ist allerdings ein regelrechter Hype um die Krypto-Währung entstanden, schließlich lässt sich mit ihr möglicherweise sehr viel Geld verdienen.
Der Name der Währung sollte also bekannt sein, doch kaum jemand weiß, was es damit auf sich hat, geschweige denn wie man sie kaufen kann, wie sie produziert wird und wie man sie einsetzen kann.
Um all diese Fragen soll es in diesem kleinen Ratgeber heute gehen.

Was sind Bitcoins?

Bitcoin ist eine sogenannte Krypto-Währung, was bedeutet, dass sie nur online und virtuell erhältlich ist und nicht in der realen Welt physisch existiert. Bitcoins wurden ursprünglich ins Leben gerufen um online bezahlen zu können – ganz anonym. Darüber hinaus läuft es „Peer-to-Peer“ ab, was bedeutet, dass alle Teilnehmer gleichgestellt sind und keine Institutionen, wie Banken oder Staaten zur Überwachung zwischengeschaltet sind. Ein weiterer großer Vorteil sind die sehr geringen Transaktionsgebühren, sodass man theoretisch quer durch die Welt Bitcoins überweisen kann. Außerdem klappt das Überweisen der Währung extrem schnell.
Der Quellcode für Bitcoin ist Open-Source und kann somit von jedermann auf der Welt eingesehen werden. Hier kommen wir auch gleich zu einem weiteren entscheidenden Punkt: Das Bitcoin-Netzwerk ist dezentral, es wird also nicht zentral gesteuert, sondern ist auf vielen vielen Computern „gespeichert“, aber dazu später mehr.
Wer den Quellcode nun liest wird merken, dass der ursprüngliche Gründer von Bitcoin im Jahr 2009 ein Limit von 21 Millionen Bitcoins festgelegt hat. Sie sind also – im Gegensatz zur physischen Währung, die in der Theorie unendlich oft hergestellt werden können – endlich. Apropos Gründer: Als dieser gilt Satoshi Nakamoto, wobei niemand wirklich weiß, wer sich hinter dem Pseudonym verbirgt, da seine Identität unbekannt ist.

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Wie kommt man an Bitcoins?

Über verschiedene Websites kann man sich ein Konto einrichten und Bitcoins gegen eine reale Währung, wie beispielsweise Euro, kaufen. Normalverbraucher kaufen aber oftmals keine 100 Bitcoins, sondern lediglich beispielsweise 0,002 Bitcoins, da der Wechselkurs extrem hoch ist. Diesen anzugeben wäre sinnlos, da er sich täglich ändert und sehr starken Schwankungen unterliegt.
Die gekauften Bitcoins werden virtuell – auf dem Smartphone in einer App oder auf dem Rechner in einer Software – in einem sogenannten Wallet gespeichert. Anders als bei der Bank werden aber keine personenbezogenen Daten mitgespeichert, sondern lediglich ein Code.

Wo kann ich mit Bitcoins zahlen?

In erster Linie kann man natürlich online mit Bitcoins zahlen, allerdings sehen auch immer mehr stationäre Unternehmen und Geschäfte den großen Reiz hinter der Online-Währung, sodass man mittlerweile auch in einigen Läden seine Lebensmittel, Dienstleistungen & Co. mit Bitcoins bezahlen kann. Das klappt über die Wallet-App auf dem Smartphone.
Darüber hinaus ist es teilweise auch möglich, beispielsweise Hotels oder Stadtführungen damit zu zahlen.
Übersichten, welche Geschäfte mitmachen, gibt es online und als App zuhauf.

Was ist eine Blockchain?

Im Zusammenhang mit Bitcoins spielt auch immer wieder der Begriff „Blockchain“ eine große Rolle, denn ohne diesen würde es die Krypto-Währung nicht geben.
Blockchain bedeutet übersetzt „Blockkette“ und stellt die Technologie bzw. das Gerüst hinter den Bitcoins dar. Eine Blockchain besteht also aus vielen virtuellen Blöcken und in jedem dieser Blöcke sind eine oder mehrere frühere Bitcoin-Transaktionen gespeichert. Zudem enthält jeder Block einen Hash (eine Prüfsumme), die an den nächsten Block weitergegeben wird. Somit ist sichergestellt, dass alle Daten korrekt sind und keine Daten im Nachhinein manipuliert werden können, weil sich sonst die Prüfsummen aller Blöcke ändern würden und dank der dezentralen Speicherung würde eine Manipulation direkt auffallen.

Was ist Mining?

Mining bezeichnet das Schöpfen von Bitcoin-Münzen. Miner – also die Personen, die das Mining betreiben – stellen dem Bitcoin-Netzwerk Rechenkapazität zur Verfügung und im Gegenzug erhalten sie Bitcoins.
Wie im vorherigen Abschnitt angesprochen, sind alle Transaktionen in der Blockchain gespeichert. Die Dezentralität trägt dazu bei, dass diese Blockchain redundant (also gleichwertig und identisch) auf jedem Rechner innerhalb des Bitcoin-Netzwerks gespeichert werden. Wenn nun irgendwo auf der Welt eine neue Transaktion getätigt wird, muss nachvollzogen werden, ob sie korrekt ist, d.h. ob diese Bitcoins nicht schon einmal transferiert wurden und außerdem müssen diese Informationen, zusammen mit der Prüfsumme des vorherigen Blocks, komprimiert zu einem neuen Block zusammengefügt werden. Im Anschluss daran muss die gesamte Blockchain geupdatet werden, damit sie überall auf der Welt gleich ist.
Dieser Prozess fordert eine enorme Rechenpower und diese Rechenkapazität stellen die Miner zur Verfügung. Falls ihr nun denkt, dass ihr mit eurem regulären PC auch am Bitcoin-Netzwerk teilnehmen könnt, muss ich euch leider enttäuschen. Diese Rechenpower ist so enorm, dass es ganze Hallen voller Super-Computer gibt, die nur für das Mining (also das Schöpfen) von Bitcoins zuständig sind. Auch der Stromverbrauch ist so extrem hoch, dass Mining-Unternehmen ins Ausland expandieren, da der Stromverbrauch hierzulande nicht zu decken ist.
Im Gegenzug für die zur Verfügung gestellte Rechenleistung erhalten die Miner dann Bitcoins und verdienen so daran.

Vorteile

Im Verlauf dieses Beitrags sind schon immer mal wieder Vorteile genannt worden, in diesem Abschnitt möchte ich allerdings alle Vorzüge der Krypto-Währung auflisten.
Der größte Vorteil besteht zweifelsohne in der Unabhängigkeit, da man nicht auf Banken, Staaten & Co. angewiesen ist und somit auch nicht das Konto bzw. die Bitcoins gesperrt werden können, da sich diese in der eigenen Wallet befinden. Außerdem kann man ausnahmslos jeder Person auf der Welt in Windeseile und ohne hohe Transaktionsgebühren Bitcoins senden, ganz gleich ob sie sich im Zimmer neben an oder auf einem völlig anderen Kontinent befindet.
Die Anonymität zählt auch zu den Vorzügen der Währung. Man muss keine persönlichen Daten angeben und somit werden diese auch nicht an den Zahlungsempfänger weitergeleitet. Aber Achtung, mittlerweile gibt es Möglichkeiten, die Identität dennoch mithilfe von speziellen Mitteln feststellen zu können.

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Nachteile

Der größte Nachteil ist der unregelmäßige Wechselkurs. Die Bitcoins unterliegen extrem hohen Schwankungen, sodass man sehr schnell sein gesamtes Geld verlieren kann. Aus diesem Grund sollte man nur so viel „echtes Geld“ in Bitcoins investieren, wie es der jeweiligen Person nicht weh tun würde. Denkt am besten vorher kurz über die Frage nach – auch wenn sie zugegebenermaßen relativ sinnfrei erscheint – wie viel Geld ihr für ein bisschen Spaß und Nervenkitzel ohne Reue in den Gulli schmeißen würdet, denn bei einem Verlust tut ihr im Prinzip nichts anderes.
Ein weiterer Nachteil besteht in der Anonymität, die eben bereits als großer Vorteil genannt wurde. In der Tat kann die verschleierte Identität der Transaktionspartner von beiden Seiten aus betrachtet werden, da bei anonymen Zahlungsverkehr natürlich auch schnell illegale Geschäfte abgewickelt werden, wie sie beispielsweise im Darknet vorkommen. So ist es (leider) wenig verwunderlich, dass zu Anfangszeiten des Bitcoins viele Waffen und illegale Drogen mit der Währung gekauft wurden.
Bei den Nachteilen ist natürlich auch der extreme Stromverbrauch, der beim Herstellen neuer Bitcoins entsteht, zu nennen.

Fazit

Bitcoins sind eine extrem spannende Sache. Die Krypto-Währung könnte unser gesamtes Leben verändert, allerdings darf man die großen Risiken, wie die großen Schwankungen beim Wechselkurs und die Endlichkeit der Währung, nicht außer Acht lassen.
Ob ich euch raten würde in Bitcoins zu investieren? Klar, warum nicht. Bitcoins bieten eine große Chance riesige Gewinne einzufahren. Auf der anderen Seite kann man aber auch alles verlieren. Daher ist meine Empfehlung mit der Einschränkung zu betrachten, dass man nur so viel investieren sollte, wie man verkraften kann. Nutzt auf keinen Fall gespartes oder angelegtes Geld, denn hier ist das Risiko viel zu hoch, nachher mit einem großen Verlust aus dem Geschäft zu gehen.

Als visuelle Zusammenfassung am Ende hier nochmal ein extrem gutes Erklärvideo von Finanzfluss auf YouTube.

Für alle, die sich nun fragen, wieso in den Bildern Bitcoin-Münzen abgebildet sind: Mit ihnen kann man nicht bezahlen, sie sollen die virtuelle Währung lediglich symbolisieren und bildlich darstellen. 

Bildquelle: ulifunke.de/bitcoin.de

Vielen Dank auch an Finanzfluss, die mir die Nutzung des Videos gestattet haben! 

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