Smartwatch- nützliches Gadget oder sinnlose Spielerei?

In diesem Beitrag widme ich mich der Frage, ob eine Smartwatch eher als nützliches Gadget oder als sinnlose Spielerei angesehen werden sollte. 

Kleine Computer in Form von Gadgets erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Dazu zählen auch Smartwatches, also augenscheinlich Armbanduhren, die auf den zweiten Blick aber nahezu alle Funktionen eines Smartphones vereinen. Dennoch geht die Meinung gerade bei den smarten Uhren weit auseinander. Bieten sie wirklich einen Mehrwert? Sind sie lediglich eine sinnlose Spielerei oder gar ein Statussymbol? All diese Fragen wollen wir heute klären.

Zunächst einmal soll gesagt sein, dass natürlich jeder seine eigene Meinung zum Thema haben und vertreten darf und es hier selbstverständlich kein „richtig“ oder „falsch“ gibt. Darüber hinaus spiegeln viele Aspekte einfach meine persönliche Meinung wieder, mit der natürlich nicht alle Leser konform sein müssen. 

Zu Beginn sollte man differenzieren, was konkret als Smartwatch angesehen wird. Denn neben den vollwertigen Uhren gibt es auch unzählige Modelle sogenannter „Fitnessarmbänder“ oder „Fitnesstracker“, die aber – wie der Name bereits vermuten lässt – größtenteils auf Fitness ausgelegt sind und entweder nur ein kleines oder möglicherweise auch gar kein Display besitzen. Um diese Modelle soll es in diesem Kommentar nicht gehen, ich kann sie an anderer Stelle gerne separat beurteilen. Heute beschränke ich mich also auf die Smartwatches, die einer regulären Uhr ähnlich sehen.

Ich persönlich besitze eine Smartwatch, genauer gesagt eine Samsung Gear S3 Frontier, seit gut anderthalb Jahren und bin mit ihr bestens zufrieden. Die Gründe für einen Kauf können vielfältig sein. Es gibt Personen, die sich eine solche Uhr zulegen, da sie wirklich alle Funktionen intensiv nutzen wollen, es gibt aber genauso gut Personen, die einfach eine Uhr am Handgelenk haben möchten und die smarten Ausführungen einfach moderner finden. Darüber hinaus gibt es sicherlich auch Gruppen, für die eine Smartwatch schlicht und einfach ein Statussymbol zum Protzen und Prahlen ist.
Ich muss gestehen, dass sich meine Motivation in allen drei Gruppen wiederfinden lässt. Zunächst einmal war ein großes Kaufargument natürlich der Funktionsumfang, auf den ich später noch genauer eingehe. Darüber hinaus wollte ich mir sowieso eine Uhr zulegen, weshalb meine Wahl dann recht schnell auf eine Smartwatch gefallen ist. Der Punkt mit dem Statussymbol trifft bei mir eher in abgewandelter Form zu. Sicherlich kann eine Smartwatch als Statussymbol angesehen werden, andererseits gibt es aber auch extrem viele Uhren, die in der gleichen Preisklasse spielen oder sogar deutlich teurer sind. Bei mir war es eher so, dass ich es cool fan,d zu zeigen, was mit der heutigen Technik alles möglich ist und diese technischen Innovationen am Handgelenk zu tragen.

Ein großer Vorteil der Smartwachtes – den zugegeben aber auch herkömmliche Fitnessarmbänder zum Teil bieten – sind die Fitness- und Sportfunktionen, die das eigene Training auf ein ganz neues Level heben. So lassen sich mit dem smarten Begleiter am Handgelenk sämtliche Parameter überwachen, speichern, auswerten und darüber hinaus ist bei manchen Modellen auch ein integrierter GPS-Chip mit an Bord, sodass auch die genaue Route samt Höhenmeter bequem getrackt und anschließend zur Auswertung und Speicherung auf das Smartphone oder Tablet geschickt werden kann. Ich persönlich habe beim Joggen in diesen Features einen großen Mehrwert gesehen, da das Smartphone so zuhause bleiben konnte. Auch Musik konnte problemlos über die Uhr in Verbindung mit Bluetooth-Kopfhörern (oder man nutzt den integrierten Lautsprecher, der ja nicht bei jedem Modell vorhanden ist) wiedergegeben werden.

Damit hätten wir das Sportliche abgehakt, kommen wir also nun zum „Alltag“. Hier war es mir wichtig, dass die Smartwatch wie eine „richtige“ Uhr aussieht und funktioniert. Ich wollte kein Modell, was direkt als Minicomputer enttarnt wird. Dazu waren mir zwei Punkte besonders wichtig: Zunächst einmal wollte ich eine Uhr haben, die äußerlich an eine Armbanduhr erinnert. Nimmt man als Beispiel die Apple Watch, so erkennt man am viereckigen Design direkt, dass es sich hierbei um eine spezielle Uhr handelt. Im Fall der Gear S3 Frontier, für die ich mich entschieden habe, hat Samsung auf ein rundes Display mit Lünette gesetzt. So kam es zu Beginn oft vor, dass Freunde und Bekannte die Uhr nicht enttarnt haben und in dem Glauben waren, ich würde eine reguläre Armbanduhr tragen. Verdutzte Blicke gab es immer dann, als ich anfing, Termine über die Uhr nachzuschauen oder Nachrichten zu beantworten.
Als zweiten Punkt war mir ein sogenanntes „Always-On-Display“ sehr wichtig, also ein Display, was dauerhaft eingeschaltet ist. Da ich die Smartwatch größtenteils zum Ablesen der Uhrzeit nutze, wollte ich nicht immer das Display einschalten und ein AOD trägt außerdem dazu bei, dass die Uhr eher wie eine wirkliche Uhr aussieht.

Ansonsten hätten wir da noch die unzähligen Apps, die auf die Smartwatch geladen werden können. Nutzen? Teils teils. Einige Apps, wie eine Stoppuhr, eine Einkaufslisten-App oder ähnliches sind durchaus sinnvoll und nützlich. Spiele oder andere Applikationen hingegen unnütze Spielerei. Ich persönlich muss gestehen, dass ich die Apps nur selten nutze. Ebenfalls selten kommt eine Antwort bei WhatsApp direkt über meine Uhr. Die Möglichkeit, direkt vom Handgelenk seinen Lieben zu antworten ist zwar praktisch, dauert aber durchaus länger als das Antworten vom Smartphone. Einen richtigen Mehrwert wird es hier meiner Meinung nach erst geben, wenn mehr Modelle mit integrierter SIM-Karte ausgerüstet sind und so auch unabhängig vom Smartphone autark genutzt werden können.

Aber wie sollte man nun abschließend Smartwatches beurteilen? Ich denke, dass in meinem Kommentar sehr gut deutlich geworden ist, dass der Grundgedanke sehr innovativ und richtungsweisend ist, aber es noch einige Tücken gibt und nicht alle Funktionen durchdacht sind. Letztendlich bleibt hier nur die individuelle und persönliche Meinung über den Nutzen.
Ich für meinen Teil werde meine Gear S3 weiterhin zum Sport und vor allem zum Ablesen der Uhrzeit nutzen. Denn das ist schließlich das, was eine Uhr können sollte….

Was sind eure Meinungen zu dem Thema? Ich freue mich über einen Austausch in den Kommentaren. 

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