Alexa bekommt einen Bildschirm: Amazon Echo, Echo Spot & Echo Show im Kurztest

Heute sehen wir uns mal die verschiedenen Ausführungen von Amazons Echo Reihe genauer an, viel Spaß dabei!

Vor zwei Wochen habe ich bei Freunden gleich mehrere Alexa-Geräte installiert. Neben dem regulären Echo der 2. Generation wurde ein Echo Show und Echo Spot angeschlossen. Besonderheit der beiden Modelle sind die integrierten Bildschirme, die das Nutzungserlebnis mit der smarten Assistentin auf ein ganz neues Niveau heben. Wie mir die Geräte gefallen haben, klären wir heute im Kurztest. Gerne kann ich in den kommenden Wochen nochmals genauer auf die einzelnen Modelle eingehen.

Vorausgehend bleibt zu sagen, dass die Sprachassistentin in allen Ausführungen vorhanden ist und den gleichen Funktionsumfang liefert. Unterschiede bieten die jeweiligen Modelle nur im Design, Sound/Lautstärke und vor allem in Extra-Features, wie dem integrierten Display.

Amazon Echo

Gut, zum Echo (2. Generation) muss ich nicht mehr viel sagen. Grundsätzlich gibt es keinen Unterschied zum kleinen Bruder, den Echo Dot, den ich hier (zum Review) bereits ausführlich getestet habe. Das größere Modell besteht lediglich aus einer Stoffummantelung und hat darüber hinaus einen besseren Klang. Während die Dot-Version einen Raum zwar problemlos mit Klang füllen kann, dennoch nicht zwangsläufig einen „echten“ Bluetooth-Lautsprecher ablösen kann, trumpft der Bruder mit einem extrem guten und vor allem lauten Klang auf, der nichts vermissen lässt.
Falls ihr euch fragt, welches Modell eher für euch geeignet ist: Wenn ihr das Gerät vor allem zur Kommunikation und Ansteuerung von Smart Home-Devices nutzt, wählt den Dot. Wenn ihr laute und gute Musik genießen wollt, greift zum großen Echo.

Amazon Echo Spot

Von den beiden Bildschirm-Varianten ist der Spot das kleinere Modell. Er kommt mit einem runden Display daher und erinnert stark an einen herkömmlichen Wecker. Wie anfangs beschrieben, kann Alexa hier die gleichen Aufgaben erledigen, wie auch beim normalen Echo, einziger Unterschied ist das Display. Dieses Modell verfügt über einen Touchscreen, sodass die Einrichtung und die Einstellungen größtenteils direkt über das Gerät ausgeführt werden, lediglich einige wenige Dinge werden über die App gesteuert.
Im Standby-Modus zeigt der Spot – sofern gewünscht – die Uhrzeit an, hier kann der Nutzer zwischen verschiedensten digitalen und analogen Ziffernblättern wählen, auch das Hinzufügen eines eigenen Bildes im Hintergrund ist möglich. Fragt man Alexa nun nach dem Wetter, gibt es neben der sprachlichen Antwort auch eine visuelle Antwort, sodass der Wetterbericht im Display zu sehen ist. Genauso verhält es sich auch bei dem Abspielen von Musik oder dem Radio. Im Display ist der Radiosender bzw. das Cover des Songs, sowie weitere Informationen zum Lied, zu sehen. Auf Wunsch kann über den Touchscreen auch direkt die Musik pausiert oder geskippt werden.

Natürlich ist auch ein Lautsprecher mit an Bord, dieser ist allerdings leiser als der Echo-Lautsprecher, dafür aber lauter als der des Echo Dots. Für kleinere Räume, wie das Badezimmer oder das Schlafzimmer ideal.

Eine weitere Besonderheit ist die integrierte Kamera, sodass auch Videotelefonate, beispielsweise über Skype, kein Problem darstellen.
In meinem Einrichtungs-Fall wurde der Spot im Badezimmer installiert, sodass man ihn als netten Uhr-Ersatz nutzen kann, zeitgleich aber nicht auf den Wetterbericht oder vor allem die Musik und das Radio verzichten muss. Denn wer möchte nicht gerne mal unter der Dusche stehen und mit seiner Sprache ein neues Lied anwählen?

Amazon Echo Show

Das größte Modell der Amazon Echo-Reihe ist der Echo Show, der mit einem 7-Zoll großem Touch-Display daherkommt. Auch dieses Modell wird autark, also unabhängig von der App, eingerichtet. Prinzipiell kann man hier wie bei den anderen Modellen alle Fragen stellen und Alexa versucht sie zu beantworten. Die Besonderheit ist der Bildschirm, der dabei zur Hilfe genommen wird. So wird das Wetter auf ihm angezeigt, der aktuelle Radiosender samt aktuellem Lied dargestellt und auch Rezepte über den Chefkoch-Skill werden direkt schriftlich und mit Bildern auf den Bildschirm übertragen.

Ein weiteres, nettes Feature ist die Tageszusammenfassung, bei der man beim „normalen“ Echo die Tagesschau in 100 Sekunden zu hören bekommt. Beim Echo Show handelt es sich hierbei um ein Video, sodass ihr euch fühlt, als würdet ihr vorm Fernseher sitzen. Apropos, mit dem „Stream Player“-Skill holt ihr einen Großteil der deutschen Fernsehsender auf den Echo Show, eine klasse Sache!

Unterhalb vom Display werden ca. 1/3 der Vorderseite von den Lautsprechern eingenommen, die aufgrund der Größe in meinem Test ganz schön unter Zugzwang waren. Was soll ich sagen? Sie sind es definitiv wert, so viel Platz von der Front in Anspruch zu nehmen. Der Sound ist sehr laut und das Musik hören stellte absolut kein Problem dar.
In dem Fall meiner Freunde haben sie den Echo Show in der Küche platziert, sodass er vor allem zum Radio hören beim Kochen, als Rezeptbuch oder als Fernseher genutzt wird, wenn das Fußballspiel oder der Tatort schon begonnen hat, obwohl der Braten noch im Ofen schmorrt.

Was sind eure Erfahrungen mit den drei Modellen? Nutzt ihr sie ebenfalls? Ich freue mich auf eure Kommentare! Schreibt mir auch gerne, wenn ihr Fragen loswerden möchtet oder weitere Einschätzungen benötigt. 

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