Ein solides Smartphone für 180€ ? Das Gigaset GS185 schaffts!

Heute schauen wir uns das neue Gigaset GS185 mal genauer an. Viel Spaß beim Testbericht!

Vor gut neun Monaten habe ich auf diesem Blog bereits das GS370 Plus von Gigaset vorgestellt (zum Testbericht). Das Smartphone vom deutschen Hersteller überzeugte damals vor allem mit solider Technik zu einem fairen Preis. Mittlerweile hat der Hersteller mit dem GS185 ein weiteres Smartphone in seinem Portfolio, dass mit ähnlichen Aspekten für hohe Abschlagszahlen sorgen soll. Ob das gelingt und wie sich das Gerät im Test schlägt, lest ihr jetzt.

Lieferumfang

Das Smartphone wird in einem weiß-orangen Karton geliefert. Darin befindet sich neben dem Smartphone ein Ladekabel, ein entsprechender Adapter für die Steckdose, sowie In-Ear-Kopfhörer. Natürlich dürfen auch die obligatorische Schnellstartanleitung und das SIM-Eject-Tool zum Öffnen des SIM-Karten-Schachts nicht fehlen.

Design & Verarbeitung

Das Gerät kommt in blau daher, vom Hersteller wird diese Farbe offiziell als „Midnight Blue“ bezeichnet. Auf der Vorderseite sind keine physischen Tasten zu finden, oberhalb vom Display sind Frontkamera, Hörmuschel und weitere Sensoren platziert. Der Power-Button, sowie die Lautstärkewippe sind an der rechten Gehäuseseite untergebracht, während der SIM- & microSD-Kartenschacht auf der linken Seite zu finden sind. Der microUSB-Ladeanschluss befindet sich zusammen mit dem Lautsprecher an der unteren Geräteseite, der 3,5mm-Klinkeneingang für die Kopfhörer ist oben platziert. Die Rückseite ist aus Plastik gefertigt und relativ schlicht gehalten. Mittig im oberen Drittel ist der Finderabdrucksensor untergebracht, oben links befindet sich die Kamera und der LED-Blitz. Insgesamt sieht das Smartphone schick aus und erinnert auf den ersten Blick erstaunlich stark an diverse iPhone-Modelle, was nicht zuletzt an den Kunststoff-Unterbrechungen an der oberen und unteren Gehäuserückseite liegt, die der verbauten Technik geschuldet sind. Von der Haptik her fühlt es sich leider aufgrund der verbauten Materialien eher mittelklassig an.

Display

Das Display misst in der Diagonale 5,5 Zoll und kommt im 18:9-Format daher. Mit einer Auflösung von „nur“ HD+ erreicht das Smartphone natürlich keine Spitzenwerte, ist aber dennoch für den normalen Alltagsgebrauch ausreichend scharf. Auch die Blickwinkelstabilität, sowie die Helligkeit lassen für ein Mittelklassesmartphone keine Wünsche offen. Wie anfangs angesprochen, setzt Gigaset auch bei diesem Modell auf das neue 2:1-Bildformat, was sich auch bei den High-End-Smartphones glücklicherweise etabliert hat, da das Schauen von Videos und das Ansehen von Internetseiten auf diesem Format deutlich angenehmer und bequemer ist, als auf den bisherigen Displays.

Software

Auf dem Gerät ist Android 8.1 in einer „Vanilla Android“-Version installiert, was bedeutet, dass keine Benutzeroberfläche vom Hersteller über das „pure“ Android gelegt wird. Somit wirkt das Gerät sehr clean, sauber und kommt ohne vorinstallierte Bloatware – mit Ausnahme der „Gigaset entdecken“-App daher.
Die Bedienung geht angenehm flüssig vonstatten, Ruckler oder ähnliches hab ich während meines Tests nicht festgestellt. Großen Anteil daran hat der verbaute Vier-Kern-Prozessor von Qualcomm. Unterstützt wird dieser von 2 GB Arbeitsspeicher.

Fingerabdrucksensor

Der Fingerabdrucksensor hat mich nur bedingt überzeugt. Immer dann, wenn das Display bereits eingeschaltet war, klappte das Entsperren mithilfe des Sensors pfeilschnell und zu 99% ohne Probleme. Hier braucht sich Gigaset auch nicht hinter den großen Namen im Smartphone-Geschäft zu verstecken, wie ein direkter Vergleich mit meinem Galaxy S8 gezeigt hat.
Anders sieht es leider bei ausgeschaltetem Display aus. In diesem Zustand brauchte der Scanner leider für meinen Geschmack zu lange, sodass es hierbei deutlich schneller geht, das Display zunächst manuell zu aktivieren und anschließend den Sensor zu nutzen.
Allgemein lässt sich zu der Position sagen, dass er rückseitig auf angenehmer Höhe für den Zeigefinger liegt und dank einer Einkerbung auch problemlos „blind“ zu finden ist. Nach wenigen Tagen hat mich sich bereits daran gewöhnt, sodass das Entsperren zu einem automatischen Prozess wird.

Kamera

Kamera und Mittelklasse-Smartphone – meist ein leidiges Thema. Sehr zu meinem Erstauen ist das hier jedoch nicht so. Für schnelle Fotos, Schnappschüsse und Urlaubsbilder bei guten Lichtverhältnissen ist die Kamera durchaus gut zu gebrauchen. Die Bilder der 13 Megapixel-Linse sind klar, detailgetreu und ausgewogen, lediglich beim Heranzoomen verlieren sie an Schärfe. Überrascht hat mich auch die 13 Megapixel-Frontkamera, die überaus gute Selfies knipst und somit auch bei Videotelefonate und Skype-Calls einen guten Eindruck macht.
Seht euch hier ein Beispielbild, aufgenommen im geschlossenen Raum mithilfe einer künstlichen Lichtquelle an:
(Beachtet bitte, dass die Qualität durch das Hochladen automatisch ein wenig komprimiert wird.)

Beim Experimentieren mit der Kamera ist mir allerdings leider aufgefallen, dass die Bilder beim Wechseln des Formats deutlich an Qualität verlieren. Hier gibt es im Gesamtfazit definitiv Punktabzug.

Akku

Beim Akku gibt es wenig zu meckern. Bei durchschnittlicher Nutzung komme ich auf gut 1,5 – 2 Tage Akkulaufzeit, im Standby-Modus sind es gut fünf Tage – hier hätte ich mir etwas mehr erhofft. Pluspunkt: Fast Charging wird unterstützt, sodass der 4000 mAh starke Akku in Windeseile mit neuer Energie versorgt werden kann.

Multimedia

Sobald man das erste Mal mit dem Smartphone Musik hört, merkt man recht schnell, dass man sich im Hause Gigaset eher um andere Bereiche als die Tonqualität gekümmert hat. Sowohl Lautsprecher als auch die mitgelieferten In-Ears sind für YouTube-Videos in Ordnung und erfüllen ihren Zweck, das Musik hören macht jedoch wenig Spaß. Schuld daran ist vor allem der sehr steril wirkende Klang, der Bässe größtenteils vermissen lässt. Andererseits kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass 9 von 10 Leuten häufig sowieso auf die mitgelieferten Kopfhörer setzen und Unterschiede in der Soundqualität nicht wahrnehmen. Somit kann ich über diesen Aspekt durchaus hinweg sehen.
Was gibt es darüber hinaus noch zu sagen? Erfreulicherweise ist ein microSD-Slot mit an Bord, sodass der 16 GB interne Speicher, von dem übrigens schon 43% vom System genutzt werden und somit nur ca. 9 GB zur freien Verfügung stehen, um bis zu 256 GB erweitert werden kann. Außerdem sind zwei Slots für SIM-Karten reserviert, eine Trennung von privaten und beruflichen Dingen ist somit auf dieser Ebene gut möglich. Anders als bei der Konkurrenz stehen insgesamt also drei Slots zu Verfügung und nicht ein zweiter Slot, der entweder als SIM-Kartenschacht oder microSD-Steckplatz genutzt werden kann. Wenn wir schon beim Thema Speicher sind, ist das USB-OTG-Feature sicherlich auch nicht außer Acht zu lassen.

Fazit

Smartphone auf Amazon kaufen.

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