Google Pay: Mein Review zum mobilen Bezahldienst von Google

Heute möchte ich meine Erfahrungen mit Google Pay mit euch teilen. Viel Spaß dabei!

Google Pay – Hand aufs Herz: Wer von euch hat davon noch nichts gehört? Sicherlich wissen viele mit dem neuen Bezahldienst vom Internetriesen Google nicht viel anzufangen. Google Pay ist die „googlesche“ Konkurrenz zu Apple Pay und soll das mobile Bezahlen revolutionieren, indem man keine Bankkarte oder ähnliches mehr in der Tasche haben muss. Die einzige Voraussetzung: Ein Smartphone mit NFC-Technologie. Und das hat man heutzutage ja sowieso fast immer dabei. Aber von vorne:

Was ist Google Pay?

Google Pay ging Anfang diesen Jahres als Weiterentwicklung des damaligen „Android Pay“ online. Seit diesem Sommer ist es auch in Deutschland verfügbar und die Anzahl teilnehmender Banken und Partner wächst seitdem stetig.
In Google Pay können Nutzer ihre EC- bzw. Kreditkarte hinterlegen und somit beim Bezahlen an der Kasse auf das Smartphone zurückgreifen. Dies funktioniert an allen Terminals, die das kontaktlose Bezahlen unterstützen. Anstatt nun die EC-Karte vor den Scanner zu halten muss man lediglich das Smartphone vorhalten und dank NFC wird der Betrag automatisch vom Konto abgebucht.

Einrichtung

Die App ist im Play Store verfügbar und besteht aus drei wesentlichen Bereichen. Auf der Startseite gibt es allgemeine Informationen und Zusammenfassungen, im Bereich „Zahlung“ werden die unterschiedlichen Zahlungsmethoden hinterlegt und im Bereich „Karten“ können Kundenkarten hinzugefügt werden, aber dazu später mehr.

Als Zahlungsmethode stehen Kredit- oder Debitkarten zur Auswahl. Leider ist bis dato die Masse an teilnehmenden Banken recht spärlich. Boon, BW-Bank, comdirect, Commerzbank, N26 und Revolut unterstützen derzeit das mobile Bezahlen über Google Pay. Große Namen, wie die Sparkassen oder Volksbanken sucht man leider vergebens, diese setzen auf eigene Lösungen zum kontaktlosen Bezahlen und möchten sich nicht bei Google Pay beteiligen.
Alternativ gibt es seit einigen Wochen die Möglichkeit, sein PayPal-Konto zu verknüpfen, sodass man auch ohne Konto bei einer der oben genannten Banken in den Genuss von Google Pay kommt. Mein Tipp: Nach drei Transaktionen über PayPal in Kombination mit Google Pay erhaltet ihr von PayPal eine 10€-Gutschrift. Nachdem eine Zahlungsquelle hinterlegt wurde, kann diese als Standard ausgewählt werden. Darüber hinaus muss eine PIN festgelegt werden, die bei Beträgen, die ein Limit von 25€ überschreiten, abgefragt wird um Datenmissbrauch vorzubeugen.

Nutzung

Jetzt ist euer Google Pay-Account einsatzbereit. Einfach an der Kasse auf das Wireless-Symbol am EC-Terminal achten und falls dieses vorhanden ist, die Kartenzahlung wünschen.  Die Zahl von Unternehmen, die ihre alten Terminals auf neue Terminals, die das kontaktlose Zahlen unterstützen, umstellen, steigt stetig. Um einige Beispiele zu nennen, bei denen das Zahlen mit Google Pay möglich ist: Aldi, H&M, Hornbach, Kaufland, Lidl, McDonalds, Toom, Netto, MediaMarkt, Saturn und Tchibo. Auch einige Online-Shops akzeptieren Google Pay mittlerweile als Zahlungsmittel.
Nachdem die Kassiererin das Terminal freigeschaltet hat, haltet ihr einfach euer Smartphone mit der offenen App an das Terminal und nach kurzer Zeit ertönt ein Piep, dass euch – zusammen mit einem grünen Haken auf dem Bildschirm zur besseren Visualisierung – eure Zahlung bestätigt.

In meinem Test funktionierte das Bezahlen ohne Probleme. Es gab zwar einige verdutzte Blicke der Kassiererinnen und anderer Kunden, aber Komplikationen sind keine aufgetreten.
In den Details zur jeweiligen Zahlungsmethode seht ihr zudem eine Übersicht aller bisher getätigten Käufe.

Kundenkarten hinzufügen

Eine von euch dürften nun sicher denken: „Super, meine Kredit- bzw. EC-Karte kann nun zuhause bleiben, aber die etlichen Kundenkarten muss ich trotzdem noch im Portemonnaie tragen.“ Falsch, denn auch diese können in der Pay-App hinterlegt werden. Klickt dazu auf „Karten“, gefolgt von dem Plus-Symbol zum Hinzufügen einer neuen Karte. Hier könnt ihr zwischen Kunden- und Geschenkkarten wählen. In der Übersicht sucht ihr nun einfach den passenden Anbieter heraus oder sucht alternativ über die Suchleiste nach ihm. Nun könnt ihr entweder eure Kundennummer eingeben oder direkt den Barcode oder QR-Code von der Kundenkarte scannen. Die App fügt nun alles zusammen, sodass ihr eine Art „digitale Kundenkarte“ habt, die ihr einfach beim nächsten Bezahlen vorlegen könnt. So wie die Mitarbeiter ansonsten die Karte gescannt haben, wird nun der Barcode auf eurem Smartphone gescannt. Praktisch: In den Einstellungen gibt es die Möglichkeit, über das GPS-Signal automatisch von der App benachrichtigt zu werden, falls ihr euch in der Nähe eines Geschäfts befindet, indem ihr eine eurer Karten nutzen könnt.

Fazit

Abschließend kann ich sagen, dass Google Pay eine super Anwendung ist, die den Alltag deutlich angenehmer und komfortabler gestaltet. Man muss nicht mehr an seine Bankkarte, geschweige denn die etlichen Kundenkarten, die sicherlich jeder im Portemonnaie vorfindet, denken, sondern einfach nur das Smartphone bei sich tragen. So spart man sich viel Platz im Portemonnaie.
Etwas schade finde ich die geringe Teilnahme der „großen“ deutschen Banken, was allerdings durch die PayPal-Möglichkeit wieder wett gemacht wird.
Seitdem ich Google Pay auf meinem Smartphone nutze möchte ich es nicht mehr missen und tätige jeden Einkauf, der das kontaktlose Zahlen erlaubt, über die App. Auch mein Payback-Konto hat sich seit der Verknüpfung meiner Payback-Karte in der App deutlich gefüllt.
Was den Datenschutz anbetrifft, kann ich für meinen Teil sagen, dass ich persönlich keine großen Risiken sehe. Ich bin stattdessen eher der Ansicht, dass dies die Zukunft ist und wir dankbar über solche Möglichkeiten sein sollten. Hier lässt sich aber natürlich keine objektive Meinung treffen, daher sollte jeder für sich selbst entscheiden, ob das mobile, bequeme und kontaktlose Bezahlen über Google Pay das Richtige für einen ist.

Was ist eure Meinung zu dem Thema? Ich freue mich auf eure Kommentare!

Bilder: Google Inc. 

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