Wunderlist: Die beste ToDo-App für den Alltag?

Im heutigen Beitrag stelle ich die ToDo-App Wunderlist vor. Ob sie im Alltag überzeugen kann, zeigt der Test. 

Wer im Google Play Store beziehungsweise App Store von Apple nach einer ToDo-App sucht, wird förmlich mit Ergebnissen überflutet. Etliche Anbieter geben an, dass genau ihre App die beste Notizapp für den Alltag ist. Auch ich habe viele verschiedene Anwendungen getestet, bin letzten Endes allerdings aus viele guten Gründen bei Wunderlist hängen geblieben. Diese Gründe möchte ich euch heute vorstellen und um die Pointe im Hinblick auf den Titel dieses Beitrags vorwegzunehmen: Ja, meiner Meinung nach ist Wunderlist definitiv die beste ToDo-App für den Alltag.

Die Entwickler von Wunderlist gehören inzwischen zu Microsoft. Der Konzern hat mittlerweile  mit “Microsoft To-Do” eine eigenständig Weiterentwicklung zu Wunderlist auf den Markt gebracht, die die bisherige App auf lange Sicht ablösen soll. Wann sie allerdings begraben wird, steht derzeit noch in den Sternen, sodass ich ihr bis zum bitteren Ende treu bleiben werde – allein schon weil mir die Version von Microsoft bei weitem nicht so gut gefällt.

Wunderlist ist für Android und Apple verfügbar, über eine Web-Oberfläche kann man aber auch unter Windows & Co. problemlos auf seine Einträge zugreifen. Nach dem Download von Wunderlist wird man zunächst aufgefordert, sich zu registrieren. Das funktioniert entweder per Mail-Adresse und Passwort, alternativ kann das Konto aber auch mit Google oder Facebook verknüpft werden. Als Nutzer habe ich nun die Möglichkeit, verschiedene Listen anzulegen. Ich persönlich habe beispielsweise unterschiedliche Listen für berufliche und private ToDos und auch Aufgaben im Hinblick auf diesen Blog und mein Engagement in einer Jugendorganisation sind in eigenen Listen sortiert. On-Top kann ich diese Listen bestimmten anderen Nutzern freigeben, sodass wir gemeinsam daran arbeiten können.
Den Listen kann man nun Einträge hinzufügen. Wer allerdings glaubt, dass es das schon gewesen ist, wird sich wundern, was Wunderlist (das Wortspiel ist mir tatsächlich erst beim Korrekturlesen aufgefallen ;-)) alles bietet, wenn man den erstellen Eintrag anklickt und somit die weiteren Optionen öffnet. Neben einem Titel kann auch noch eine Deadline, sowie ein Erinnerungsdatum gesetzt werden. Auch das Wiederholen einzelner Aufgaben zu bestimmten Zeiten ist für Wunderlist kein Problem. Neben dem Hinzufügen von einzelnen Teilaufgaben, die eigenständig abgehakt werden können, bietet die App auch die Möglichkeit, eine Freitextnotiz für längere Texte hinzuzufügen. Auch das Hinterlegen von Dateien, seien es PDFs, Bilder oder Textdokumente, sind kein Problem. Teilt man seine Liste mit mehreren Benutzern kann man darüber hinaus Kommentare hinzufügen und so die anderen User über getätigte Änderungen und die eigene Meinung zum Sachverhalt informieren.

In der Übersicht einer Liste sieht man nun alle erstellten Aufgaben und kann sie nach Belieben nach Titel, Datum und Priorität sortieren. Auch das Drucken oder Versenden einer Liste samt aller Aufgaben ist möglich. Über die Web-Oberfläche ist zudem eine Synchronisation mit dem eigenen Kalender möglich, sodass ToDos auch dort angezeigt werden – für Deadlines zum Abgeben bestimmter Projekte oder ähnliches sicher nicht unerheblich.
In der Wochen- und Tagesübersicht sieht man alle anstehenden Aufgaben in dem gewählten Zeitraum und wird über eine rote Signalfarbe über verpasste ToDos informiert. Hat man eine Aufgabe erledigt, kann man diese über den Haken links abhaken und somit in den Bereich der erledigten Aufgaben verschieben. Ein freundlicher, motivierender Signalton signalisiert dabei außerdem den erfolgreichen Abschluss der Aufgabe. Motivation – das ist ebenfalls ein zentraler Punkt für mich bei Wunderlist. Ich kann mit gutem Gewissen sagen, dass sich meine Produktivität und vor allem meine Motivation, anstehende Aufgaben zeitnah und zügig zu erledigen, durch die App extrem erhöht hat. Einerseits weiß man immer, welche Aufgaben anstehen und kann sie entsprechenden zeitlich einteilen und andererseits ist es ein gutes Gefühl, die ToDos nach getaner Arbeit abhaken und somit aus der Wochen- bzw. Tagesübersicht löschen zu können.
Natürlich könnt ihr das Design nach Belieben konfigurieren und auch das Hinzufügen eines Profilbilds ist kein Problem.

Wie ihr seht, ist Wunderlist also extrem umfangreich und nicht nur für den privaten Bereich sondern gerade auch durch das User-Modell für Teamarbeiten im Beruf und der Uni durchaus geeignet. Die Funktionalitäten lassen beinahe keine Wünsche offen und die Verfügbarkeit auf allen bekannten Systemen trägt zum hohen Komfort bei.
Ich nutze die App nun etwa ein halbes Jahr und möchte sie seitdem – weder privat noch beruflich – missen.

Was haltet ihr von der App? Nutzt ihr sie selbst oder favorisiert ihr eine andere ToDo-App? Ich freue mich auf eure Kommentare! 

Bildquelle: Screenshots und Bilder von Wunderlist 

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