Aus Wunderlist wird Microsoft ToDo – meine Meinung!

Wunderlist stellt zum 06. Mai diesen Jahres seinen Betrieb ein. Nutzer sollten also schnell ihre bestehenden Aufgaben exportieren.

Bereits vor einigen Jahren habe ich Wunderlist als das Reminder-Tool meiner Wahl entdeckt und seitdem ungelogen täglich genutzt. Meiner Meinung nach lässt sich der eigene Alltag so bequem strukturieren und außerdem passiert es nahezu gar nicht mehr, dass Versprechungen, Deadlines etc. nicht eingehalten werden. Für diese Aufgaben war Wunderlist einsame Spitze, wenngleich es auch einige Konkurrenten mit ähnlich vielen Features auf dem Markt gibt. Diese Situation ist auch Microsoft nicht verborgen geblieben, sodass das Unternehmen Wunderlist im Jahr 2015 aufgekauft hat. Statt jedoch Wunderlist weiter auszubauen entschied man sich für die Entwicklung einer eigenen Reminder-App – Microsoft ToDo. Nachdem beide Apps viele Jahre parallel liefen gibt es für Wunderlist-Kunden seit einiger Zeit die traurige Gewissheit, dass der Dienst zum 06. Mai 2020 seinen Betrieb einstellt. Primäres Ziel bei Microsoft ist natürlich, dass möglichst viele Nutzer auf die eigene App umsteigen – dafür hat man eine entsprechende Export-Funktion bereitgestellt, mit der Nutzer ihre bisherigen Tasks bequem aus Wunderlist in ToDo importieren können. Nach Aussage der Entwickler soll dies auch nach dem 06. Mai noch für einige Zeit möglich sein, ohne dass diese Zeitspanne näher benannt wurde.

Meine Meinung

Zugegebenermaßen gefallen mir App- und Toolwechsel nie. Gerade bei Programmen wie Wunderlist, die man häufig nutzt, hat man sich mit der Zeit an das Erscheinungsbild gewöhnt und ein Wechsel ist somit in der ersten Zeit meist mit einer Umgewöhnung verbunden. Anders war es auch dieses Mal nicht, als ich vor gut vier Wochen schweren Herzens Wunderlist den Rücken kehrte. An dieser Stelle sei gesagt, dass ich den Schritt von Microsoft gewagt finde, schließlich könnten auch viele bisherige Wunderlist-Nutzer den Umstieg als Grund zum Wechsel zur Konkurrenz sehen – getreu dem Motto “Wenn ich eh wechseln muss, dann probiere ich etwas ganz neues”. Aber da wird Microsoft sich sicherlich etwas bei gedacht haben. Ich für meinen Teil wollte ToDo hingegen zumindest eine Chance geben. Der Export hat auch problemlos und zügig geklappt – Chapeau Microsoft. Zugegeben, die ersten Wochen waren extrem ungewohnt – sowohl was Kleinigkeiten in der Bedienung als auch das allgemeine Erscheinungsbild anbelangt. Mittlerweile bin ich aber zu dem Schluss gekommen, dass die Vorteile, die ToDo gegenüber Wunderlist bietet, meiner Meinung nach überwiegen. Dazu zählen beispielsweise die Möglichkeit, seine Listen zu gruppieren oder der Dark-Mode, den ich sehr cool finde. Natürlich sind auch wieder App, Weboberfläche und Software für Windows mit an Bord. Andererseits muss man aber auch anmerken, dass man für die Nutzung ein Microsoft-Konto braucht und somit wieder allerhand Daten preisgibt. Größter Nachteil war für mich in der ersten Zeit die fehlende Funktion des Kalendersyncs. Ich war es von Wunderlist gewöhnt, meine Tasks bequem in meinem Google Kalender integriert zu haben, sodass man beim Eintragen von Terminen schnell sehen konnte, ob für den Tag bestimmte Aufgaben vorliegen. Das funktioniert bei ToDo leider nicht, was im Nachhinein betrachtet aber auch ein wenig die Fülle aus dem Kalender nehmen kann. Auch an das Erscheinungsbild habe ich mich mittlerweile gut gewöhnt, sodass ich abschließend sagen kann, dass sich der Wechsel für mich persönlich gelohnt hat. Trotzdem würde ich jedem, der derzeit ebenfalls noch Wunderlist nutzt und vor einem möglichen Wechsel steht ans Herz legen, zunächst auch Alternativen auszutesten.

Was ist eure Meinung zu dem ganzen Thema? Ich freue mich auf eure Kommentare!

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