Kostenpflichtige Apps & Software? Meine Meinung!

In diesem Beitrag möchte ich euch meine Meinung zu kostenpflichtigen Apps und Bezahl-Software vorstellen. Viel Spaß dabei.

Jeder von installiert ab und an neue Software auf dem Notebook oder neue Apps und Spiele auf dem Smartphone oder Tablet. Häufig sind diese kostenlos verfügbar, aber auch die kostenpflichtigen Angebote häufen sich. Dabei wird meist zwischen einem Einmal-Preis und einem Abonnement, das in regelmäßigen Abständen gezahlt werden muss, unterschieden.
Weit verbreitet ist die Ansicht, dass Apps und Software kostenlos sein “müssen”. Kein Wunder, schließlich sind wir es gewöhnt, gängige Apps, wie WhatsApp, Facebook & Co., einfach so herunterzuladen ohne einen Cent zahlen zu müssen. Und auch allgemein ist es so, dass das Gehirn Ausgaben nicht-physischer Dinge schnell als “unnötig” abstempelt und die Hemmschwelle deutlich erhöht, da es einfach in unserem Denken und Handeln verankert ist, dass wir Dinge, die wir kaufen, anfassen und erleben möchten. Sei es ganz pragmatisch der Wocheneinkauf, der gebuchte Urlaub oder andere Aktivitäten, wie beispielsweise ein Konzert der Lieblingsband.

Ich persönlich finde, dass diese Ansicht grundlegend falsch ist. Genauso wie Discounter, Reiseveranstalter oder Bands ihre Aufwendungen haben, so haben auch Softwareentwickler und Unternehmen digitaler Angebote Aufwendungen. Sie alle wollen genauso bezahlt werden, wie die Supermarktkassiererin oder der Bassist und Sänger der Lieblingsband. Und ich finde, dass dies mehr als gerechtfertigt ist. Darüber hinaus muss man bedenken, dass die Preise, die für Apps und Software verlangt werden, meist um ein Vielfaches niedriger ist als physische Angebote. Bei Apps, die über einen langen Zeitraum einen Mehrwert bringen, im einstelligen Euro-Bereich stellt das Gehirn sich schon quer, der nächste Kneipenabend für circa 50 – 100 Euro hingegen stellt ein geringeres Problem dar. Darüber hinaus, sind kostenlose Dienste meist nicht de facto “kostenlos”. Ja, es stimmt, dass man für diese keine Währung zahlen muss, dafür zahlt man diese mit seinen Daten, die die großen Unternehmen gerne nutzen und teilweise weiterverkaufen. Und da muss ich persönlich sagen, dass ich lieber einige Euros in eine App investiere, die sicher mit meinen Daten umgeht, anstelle einer kostenlosen Anwendung, die ihre Einnahmen mithilfe meiner Daten erzielt.

Ich für meinen Teil sehe schon seit längerer Zeit den Preis einer Anwendung nicht mehr als Ausschlusskriterium, sondern stelle diesen in Relation zum Nutzen. Ein Beispiel: Vor einigen Wochen habe ich mir einen Passwort-Manger gekauft, der Passwörter & Co. sicher verschlüsselt auf deutschen Servern speichert und sowohl im Web als auch als App verfügbar ist. Jährliche Kosten: ca. 17€. Vergleicht man diesen Preis von etwas über einem Euro im Monat mit dem Aufwand, der mit verlorenen oder geknackten Passwörtern verbunden wäre, wirkt der Preis sehr günstig. Somit möchte ich an euch appellieren, kostenpflichtige Apps nicht zwangsläufig in die Kategorie “Ich bezahle für digitale Inhalte nichts” abzuschieben, sondern stattdessen darüber nachzudenken, welche Benefits die Software mit sich bringt. Und denkt immer dran: Hinter jeder noch so kleinen App, hinter jeder noch so simplen Software stecken auch Menschen, die Familien haben und diese ernähren müssen – und das klappt nicht mit positiven Bewertungen im App-Store, sondern eben nur mit Geld.

Was ist eure Meinung zu dem Thema? Ich freue mich auf einen Austausch in den Kommentaren!

Hinweis: Dieser Beitrag ist weder gesponsert, noch wird er von irgendeinem Unternehmen bezahlt. Er spiegelt lediglich meine persönliche Meinung wieder – gegensätzliche Meinung können natürlich genauso gut plausible Argumente enthalten.

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